Accor Hotels

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Fast überall Wachstum

Der Heimatmarkt schwächelt, doch Accor legt ein sehr gutes Geschäftsjahr 2015 hin. Umsatz und Gewinn legen ordentlich zu.

von Sabine Pracht, 18.02.2016, 10:29 Uhr
Accor-Chef Sébastien Bazin hat das Hotelgeschäft im Griff.
Foto: Accor Hospitality Germany GmbH/STEPHANE OLIVIER

Das vergangene Jahr war ein bewegtes für den größten europäischen Hotelkonzern Accor Hotels. Ende des Jahres übernahmen die Franzosen die Luxushotelkette Fairmont Raffles Hotels International. Außerdem unterzeichneten sie eine Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Huazhu, auch genannt China Lodging. Und nicht zu vergessen: Die Anschläge in Paris trafen den Konzern mit Sitz in der französischen Hauptstadt schwer.

Nach den Anschlägen ging der Umsatz im vierten Quartal um 6,6 Prozent zurück, der Umsatz pro verfügbarem Zimmer sogar um 12,4 Prozent. Insgesamt litt das Geschäft im Heimatmarkt. Der Umsatz war mit minus 0,5 Prozent leicht rückläufig. Auch in Amerika liefen die Geschäfte nicht so gut. Sowohl in der Sparte Hotel Services als auch in der Sparte Hotel Invest gingen die Umsätze, bereinigt um Wechselkurseinflüsse, zurück.

Ansonsten zeigt sich: Accor konnte überall zulegen, zum Teil deutlich. 5,58 Mrd. Euro erwirtschaftete Accor Hotels im Jahr 2015. Das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern stieg sogar um 10,6 Prozent auf 665 Mio. Euro. Das Nettoergebnis legte um 9,4 Prozent auf 244 Mio. Euro zu. Accor-CEO Sébastien Bazin zeigt sich hoch erfreut: „Accor Hotels hat im Geschäftsjahr 2015 bemerkenswerte Ergebnisse erzielt: Umsatzwachstum, eine klare Verbesserung der Ergebnisse und eine Stärkung der finanziellen Situation“. Vor allem Europa entwickelte sich stark: In Deutschland wuchs das Geschäft um 4,5 Prozent, in Großbritannien um 5,9 Prozent. In Spanien erwirtschaftete der Konzern sogar 11,4 Prozent mehr als im Vorjahr, in Italien 9,6 Prozent mehr.

Sorgen bereitet hingegen der amerikanische Markt, der unter den wirtschaftlichen Schwierigkeiten Brasiliens zu leiden hat. Im vierten Quartal brach das Geschäft in Brasilien um 7,5 Prozent ein. Doch Bazin glaubt langfristig an dieses Land, sagt er im Interview mit der fvw: „Brasilien ist langfristig ein stabiler Markt – ökonomisch wie geopolitisch“. Auch in Paris werde das Geschäft bald wieder zurückkommen, so Bazin. Wichtig sei es, trotz Krise „Flagge zu zeigen“ und „bestmöglich zu diversifizieren“.

Was sich der Accor-Chef vorgenommen hat, um den digitalen Wandel zu schaffen, lesen Sie im Interview der aktuellen fvw, die heute ab 18 Uhr als Ipad-Ausgabe und Freitag als Print-Ausgabe vorliegt.

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