Accor Hotels

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Paris legt wieder ordentlich zu

Die Accor Hotels haben ein erstes gutes Quartal hinter sich. Sogar die Pariser Hotels legten bei den Buchungen ordentlich zu. Dafür entpuppen sich andere Regionen als Sorgerkinder.

21.04.2017, 10:04 Uhr
Accor-Chef Sébastian Bazin ist weiter offen für Zukäufe.
Foto: Accor

Ein Plus von 35,4 Prozent auf 425 Mio. Euro Umsatz verkünden die Accor Hotels für das erste Quartal. Kein Wunder, dass das Wachstum so üppig ausfällt. Der Hotelkonzern hat viel dazu gekauft: Die Marken Raffles, Fairmont, Swissôtel, 25 Hours, Rixos, die brasialiansche BHG sowie Portale wie Onefinestay und John Paul. Doch abzüglich der Akquisitionen, Veräußerungen und Wechselkurseffekte beträgt das Umsatzwachstum immer noch 7,4 Prozent. Fast überall läuft es gut für die Hotelkette, zu der 951 Hotels und 176.000 Zimmer auf der Welt gehören. Der Umsatz pro Zimmer (Revpar) stieg insgesamt um fünf Prozent, in Deutschland sogar um 7,1 Prozent.

Europa verzeichnet ein deutliches Umsatzplus von 8,4 Prozent, das Revpar stieg um 7,4 Prozent. Im Heimatmarkt Frankreich büßte die Hotelkette zwar leicht an Umsatz ein. Doch Paris entwickelte sich nach langer Zeit wieder positiv. Buchungen durch Urlauber und Geschäftsreisende legten wieder ordentlich zu.

In Großbritannien, wo Accor auf ein Umsatzplus von 9,2 Prozent kommt, profitiert Accor von der Abwertung des Pfund: Aufgrund dessen kommen mehr Gäste ins Land und die Briten bleiben lieber bei sich. In Deutschland kommt Accor das solide Messegeschäft zu Gute. Und in Osteuopra spielt Accor die gute Wirtschaftslage in die Hände. Der Revpar stieg immerhin um 9,4 Prozent.

Nicht ganz so üppig fällt das Wachstum in der Region Afrika und Naher Osten mit einem Umsatzplus von 1,9 Prozent aus. Marroko und Dubai entwickelten sich gut. Doch die Länder, die sensibel auf den Ölpreis reagieren, entpuppten sich für Accor als schwierig: die Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Angola und Algerien.

Auch die Lage in Südamerika bleibt schlecht. Der Umsatz in der Region sank um 10,6 Prozent. Vor allem die wirtschaftliche Situation in Brasilien macht Accor zu schaffen. Besonders schwierig ist die Lage in Rio, wo der Revpar um 32 Prozent sank. Die Überkapazitäten aufgrund der Olympischen Spiele machen sich jetzt bemerkbar.

Die Hotels in Nord- und Mittelamerika sowie in der Karibik sind in etwa auf Vorjahresniveau. Der Umsatz stieg um 0,1 Prozent – ausgenommen sind die Hotels der Fairmont-Gruppe. Accor bekommt einen „deutlich geringeren Zustrom ausländischer Touristen in die großen Metropolen der Vereinigten Staaten“ zu spüren.

Erfreulich bleiben die Entwicklungen in Asien: Gestützt durch viele Luxushotels stieg der Revpar um 6,4 Prozent. Der Umsatz legte um 10,6 Prozent zu.

Accor-Chef Sébastien Bazin zeigt sich zufrieden: „Accor Hotels befinden sich somit auf dem besten Kurs, ihre Geschäftsziele für 2017 zu erreichen.“ Der Konzern werde sein Wachstum fortsetzen und sich weiterhin neuen Geschäftsmodellen und Übernahmen öffnen. Bis zur Mitte des Jahres will Accor seine Immobilien-Sparte aus dem Konzern herauslösen. Dafür sucht der Konzern gerade Investoren. (SP)

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