Accor

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Überraschende Übernahmen

Der französische Hotelkonzern ist im Kaufrausch. Jüngst beteiligte sich Accor an zwei Portalen, die private Ferienunterkünfte vermitteln. Will CEO Sébastien Bazin doch den OTAs Konkurrenz machen?

von Sabine Pracht, 23.02.2016, 13:19 Uhr
Accor-Chef Sébastien Bazin ist in Kauflaune.
Foto: Stephane Olivier/Accor

Sébastien Bazin ist fest entschlossen, Accor komplett umzukrempeln und fit für die digiatale Tranformation zu machen, wie er der fvw jüngst im Interview erzählte. Doch seine neuen Akquistionen überraschen dann doch – zumindest auf den ersten Blick.

In Frankreich hat sich der Konzern an dem Start-up Squarebreak beteiligt. Das Portal vermittelt private Luxusunterkünfte an exklusiven Orten in Frankreich, Spanien und Marokko. An dem 2013 gegründeten Unternehmen hat sich Accor 49 Prozent der Anteile gesichert. „Mit diesem Investment will Accor sich ein besseres Verständnis davon verschaffen, wie man in einem qualitativ hochwertigen Bereich Gästeerwartungen erfüllt“, sagt Vivek Badrinath, zuständig für IT und Digitales.

Am selben Tag hat die Hotelkette auch das südamerikanische Unternehmen Oasis Collections übernommen. Accor steigt bei dem Online-Marktplatz, der ebenfalls hochwertige Privatunterkünfte vermittelt, zu 30 Prozent ein. 2009 in Buenos Aires gegründet, bietet Oasis Collections etwa 1500 Unterkünfte in 18 Destinationen in Lateinamerika, den USA und Europa.

Damit zeigt Accor deutlich, wohin die Reise gehen soll. Der eigene Content wird zunehmend mit Fremdangeboten angereichert. Die Hotelkette öffnet sich für völlig neue Vertriebswege und folgt dem Trend, dass Grenzen zwischen Hotels, Apartments und Privatunterkünften immer mehr verschwimmen. Denn auch die Online-Portale haben das klassische Hotelgeschäft längst um Privatunterkünfte ergänzt.

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