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Ägypten

05.05.2009, 14:00 Uhr

Reise-Knigge für Kairo bis Assuan

Im ehemaligen Land der Pharaonen nimmt man sich Zeit. Eines der Leitmotive auch im Berufsleben: Inschala´allah („so Gott will“).

In Ägypten sollte man nicht jedes Geschenk annehmen.
Foto: Annika Heine

Verhandlungen können schon einmal etwas länger dauern. Zumal der gläubige Ägypter – also die Mehrheit – sich am Tage regelmäßig zum Gebet zurückzieht. Einladungen erfolgen oft nur aus Höflichkeit. Erst wenn sie drei Mal ausgesprochen werden, kann man zusagen. Auch Geschenke werden oft nur pro forma angeboten. Edelsteine, Stereoanlagen, Kamele oder Töchter daher als Geschenk stets ablehnen – auch wenn’s manchmal schwer fällt.

Tipps und Tabus

Kleidung: Im Geschäftsleben sind Anzug und Krawatte Pflicht. Frauen sollten sich dezent kleiden und möglichst wenig Haut zeigt. Schwarze Anzüge oder Kostüme sind bei Geschäftsterminen Tabu, das trägt man auf Beerdigungen.

Pünktlichkeit: Man selbst sollte zu Geschäftsterminen pünktlich erscheinen, sollte dies jedoch nicht von seinen Gesprächspartnern erwarten.

Begrüßung: Männer begrüßen sich mit Handschlag. Als Mann sollte man aber nie einer Frau die Hand reichen, es sei denn, sie bietet die Hand an. Da die linke Hand im islamisch geprägten Ägypten als unrein gilt, benutzt man zur Begrüßung und zum Essen stets die rechte Hand. Titel sind wichtig und sollten bei der Anrede verwendet werden.

Verhandlungen: Hierarchien spielen in Ägypten eine große Rolle. Entscheidungen werden auf oberster Ebene getroffen. Daher sollte man schnell klären, welche Befugnisse der Gesprächspartner hat. In jedem Fall sollte man viel Zeit mitbringen.

Fettnäpfchen: Tabu sind Gespräche über die Politik des Landes, insbesondere über das Verhältnis zu Israel, sowie religiöse Themen.

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