Air-Berlin-Board

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Joachim Hunold wird Interims-Chairman

Das Aufsichtsratsgremium von Air Berlin ist nun unter neuer Führung. Interimsweise leitet nun Ex-CEO Joachim Hunold das Board. Das ist aber nicht die einzige Veränderung.

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von Rita Münck, 18.05.2017, 12:32 Uhr
Joachim Hunold mischt bei Air Berlin wieder ganz oben mit.
Foto: Air Berlin

Neu in dem Aufsichtsratsgremium der in London börsennotierten Air Berlin plc sind Henning zur Hausen, Kevin Knight, Matthias Kloepper und Thilo Schmidt. Sie nehmen die Posten der langjährigen Board-Mitglieder James Hogan (Vice Chairman), James Rigney und Johannes Zurnieden ein, die allesamt das Gremium „auf eigenem Wunsch“ verlassen haben.

Auch der bisherige Chairman Hans-Joachim Körber hat das Board mit dem heutigen Tag verlassen. Nach sechs Jahren auf dem Posten und mit Erreichen des 70. Lebensjahres habe Körber nun wie angekündigt sein Mandat beendet, teilte Air Berlin mit.

Joachim Hunold, der 1991 die Air Berlin GmbH & Co. Luftverkehrs-KG gegründet, bis 2011 das Unternehmen selbst gemanagt und zur Nummer zwei in Deutschland nach Lufthansa aufgebaut hat, wird nun interimistisch den Vorsitz des Gremiums ausüben, bis eine neue Lösung gefunden ist.

Wie die aussehen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Der seit Februar amtierende neue CEO der Air Berlin, Thomas Winkelmann, musste jüngst einen neuen Rekordverlust für die Airline ausweisen. Im Rahmen der vom Board unlängst verabschiedeten Sanierung von Air Berlin will Winkelmann künftig mit etwa 70 Flugzeugen hauptsächlich Fernflug-Verkehre über die Drehkreuze Berlin-Tegel und Düsseldorf anbieten. Das touristische Geschäft von Air Berlin soll künftig unter der Marke Niki mit dem von TUIfly zusammengeführt werden. Doch die Verhandlungen dazu, an denen TUI und Air-Berlin-Hauptinvestor Etihad beteiligt sind, dauern an. Das zieht auch die Sanierung von Air Berlin in die Länge. Winkelmann hat daher jüngst im Rahmen der Bilanzpräsentation mehrfach laut nach neuen Kooperationspartnern gerufen. Winkelmanns ehemaliger Arbeitgeber Lufthansa hat bereits Interesse geäußert. Die hohen Schulden, Air Berlin drücken 1,2 Mrd. Euro, sind dabei allerdings das größte Hindernis.

 
 
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