Air-Berlin-Insolvenz

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Easyjet spricht von schwierigen Verhandlungen

Noch bis Donnerstag verhandeln Lufthansa und Easyjet exklusiv mit Air Berlin über den Kauf von Teilen der insolventen Airline. Während sich Lufthansa optimistisch gibt, beurteilt man bei Easyjet die Gespräche als „sehr schwierig“.

von Rita Münck, 09.10.2017, 10:10 Uhr
Bald noch mehr Jets in orange-weiß? Easyjet will Teile von Air Berlin übernehmen, doch der Deal droht zu platzen.
Foto: Michael Penner

„Es ist alles andere als einfach“, heißt es aus Easyjet-Unternehmenskreisen. Offenbar überlappen sich die Angebote von Lufthansa und Easyjet so sehr, dass der Deal seitens Easyjet platzen könnte. „Der Air-Berlin-Verwalter agiert nicht unabhängig“, lautet ein Vorwurf seitens Easyjet in Richtung der Insolvenz-Verwalter Frank Kebekus und Lucas Flöther.

Ursprüngliche Idee der britischen Low Cost Airline Easyjet war, bis zu 30 Flugzeuge von Air Berlin zu übernehmen, um unter anderem den Easyjet-Standort Berlin zu stärken. Am Airport Schönefeld ist Easyjet die Nummer eins. Und sie will die Nummer eins bleiben, wenn eventuell 2019 der Berliner Flugverkehr am neuen Flughafen BER startet.

Einem Bericht der Berliner Tageszeitung „B.Z.“ vom heutigen Montag zufolge, hätten die Briten zudem ihr ursprüngliches Angebot von etwa 50 Mio. Euro reduziert. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen aus Air-Berlin-Kreisen. Bei Air Berlin selbst glaube man inzwischen nicht mehr daran, wie geplant am 12. Oktober unterschriftsreife Verträge mit Easyjet zu haben. Air Berlin und Easyjet wollten dazu am Sonntag keinen Kommentar abgeben, schreibt die Zeitung. Bereits in der Vorwoche gab es allerdings Signale, dass Air Berlin am Donnerstag auch nur ein Ende der exklusiven Verhandlungen verkünden könnte. Immerhin: Mit Lufthansa, die gut 80 Maschinen samt Slots übernehmen will, sind die Verträge wohl kurz vor der Unterzeichung, wie die fvw erfuhr.

Sollten die Gespräche mit Easyjet tatsächlich platzen, könnten andere Interessenten zum Zuge kommen. Unter anderem die Condor hatte ebenfalls für Teile von Air Berlin geboten. Auch die Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl und Utz Claassen hatten für das Passagiergeschäft der insolventen Air Berlin Angebote abgegeben.

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