Air Berlin

(0)

Mitarbeiter schreiben an Merkel

Noch ist unklar, ob Air Berlin und Etihad Mitte des Monats 29 Code-Share-Strecken einstellen müssen. Weil es für die angeschlagene Air Berlin um viel Geld geht, wenden sich jetzt die Mitarbeiter direkt an die Politik.

08.01.2016, 13:20 Uhr
Air Berlin und Etihad vermarkten viele Strecken gemeinsam.
Foto: Air Berlin

Die Belegschaft von Air Berlin hat laut dem „Spiegel“ sogar zwei Briefe an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben. Die beiden Briefe sollen fast wortgleich sein. Einer trägt demnach die Unterschriften der Vorsitzenden der Personalvertretungen der Airline und der Gesamtbetriebsräte von zwei weiteren Unternehmensteilen. Der zweite Brief soll von Funktionären der Gewerkschaft Verdi unterzeichnet worden sein.

Die Schreiben fordern laut „Spiegel“ eine politische Lösung. Die Einschränkung des Geschäfts sei „ein Eingriff in den Wettbewerb in Deutschland, der die Wahlmöglichkeiten aller Fluggäste mit Start oder Ziel in Deutschland verschlechtert“. Zudem befürchten die Personalvertreter eine Belastung des Vertrauens der Investoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wenn „ein über Jahre bestehender Investitionsschutz nun plötzlich keine Berücksichtigung“ mehr finde. Dies könne auch andere deutsche Unternehmen betreffen. Selbst ein außenpolitischer Schaden für den Standort Deutschland wird nicht ausgeschlossen.

Das Verwaltungsgericht in Braunschweig hatte Ende Dezember in einem Eilverfahren entschieden, dass die angeschlagene Air Berlin auf den besagten Strecken vom 16. Januar an keine Gemeinschaftsflüge mit Etihad mehr anbieten darf. Etihad hat sich daraufhin beim niedersächsischen Oberverwaltungsgericht beschwert und will die Strecken wenigstens bis zum Ende des Winterflugplans aufrechterhalten.

Etihad ist mit einem Anteil von 29,2 Prozent größter Aktionär von Air Berlin und wichtigste finanzielle Stütze für die angeschlagene deutsche Fluggesellschaft. Die gemeinsame Vermarktung von Flügen ist für Air Berlin ein wichtiger Umsatzbringer. (ASC/dpa/LS)

Weitere Business Travel-News

Schrumpfkurs
(0)

Air Berlin verkleinert sich radikal

Über nur noch 75 Maschinen soll die Gesellschaft künftig verfügen. 40 Flugzeuge gehen an Lufthansa, außerdem wird das touristische Geschäft ausgelagert. Rund 1200 Jobs fallen weg. mehr

 

Katar
(0)

Großzügigere Regeln für Transit-Visa

Katar will seine Position als Stop-over-Ziel verbessern. Dafür wurden nun die Regeln für Transit-Visa überarbeitet und erleichtert. mehr

 

Deutsche Bahn
(0)

EVG fordert bis zu 7 Prozent mehr Gehalt

Die größte Eisenbahner-Gewerkschaft stellt harte Forderungen für die Beschäftigten der DB. Dabei sollen diese die Wahl haben, ob sie eine maximale Lohnerhöhung, mehr Freizeit oder mehr Urlaub haben wollen. mehr

 

Vorfall mit Fahrgast (Update)
(0)

Zugverkehr im Großraum Leipzig massiv gestört

In und rund um Leipzig kommt es zu Störungen im Bahn- und Stadtverkehr. Laut Polizei ist ein Fahrgast in einem Intercity „ausgerastet“. Sie konnte den Mann am Nachmittag festnehmen. mehr

 
© 2016 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media