Air Berlin

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Pichler sieht „ordentliches Quartal“

Im ersten Quartal 2015 hat Air Berlin operativ den saisonalen Verlust verringert. Aber es sei noch ein „langer Weg“, so CEO Stefan Pichler. Das laufende zweite Quartal werde nicht die Erwartungen erfüllen.

von Klaus Hildebrandt, 11.05.2015, 20:59 Uhr
CEO Stefan Pichler will 2016 mit Air Berlin in die Gewinnzone zurückkehren.
Foto: lenthe/touristik-foto.de

Im ersten Quartal 2015 sank der saisonal übliche Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 23 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf minus 160 Mio. Euro. „Damit ergeben sich zum Jahresbeginn wichtige Ergebniseffekte in der strategischen und operativen Neuausrichtung“, heißt es im Quartalsbericht von Air Berlin.

Der durchschnittliche Yield stieg um 4,2 Prozent auf 121,66 Euro, was vor allem durch ein verbessertes Revenue-Management erreicht worden sei. Der Umsatz stieg ebenfalls um 4,2 Prozent auf 794 Mio. Euro. Der Nettoverlust liegt allerdings mit -210,1 Mio. Euro sogar noch leicht höher als vor Jahresfrist( -209,8 Mio. Euro). Dies liege an höheren Zinsaufwendungen und Marktbewertungsschwankungen bei den Sicherungsinstrumenten, heißt es. Air Berlin verfügte zum 31. März 2015 über 288 (273) Mio. Euro Liquidität und damit „über eine stabile Finanzausstattung“.

„Das erste Quartal ist ordentlich verlaufen“, sagt Pichler, der im Februar den Chefposten in Berlin übernahm. „.Wir sehen jedoch, dass die Neuausrichtung unseres Konzerns weiter konsequent umgesetzt werden muss, damit wir unsere Ziele erreichen.“ Denn schon das laufende zweiten Quartal erfülle „durch einen erhöhten Marktdruck und Sonderaufwendungen in der absehbaren Geschäftsentwicklung noch nicht die Erwartungen.“ Ziel sei, in den kommenden Quartalen eine positive Erlösentwicklung bei den verkauften Passagierkilometern sowie eine stetige Verbesserung der Durchschnittserlöse (Yield) zu erzielen.

Die angebotenen Sitzplatzkilometer (ASK) stiegen im ersten Quartal um 1,5 Prozent, die Auslastung lag mit 83,2 (81,8) Prozent leicht höher. Der Gesamtumsatz pro Sitzplatzkilometer (RASK) lag bei 6,71 Cent, 2,6 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Durch die im Januar abgeschlossene Restrukturierung des Netzwerkes, die Verbesserung des Revenue-Management-Systems sowie durch das neue Tarifkonzept seien erste positive Umsatzeffekte zu erkennen, „die sich in den kommenden Monaten verstärken werden“, heißt es im Bericht.

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