Air France-KLM

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Erstmals schwarze Zahlen seit 2008

Die Fluggesellschaft Air France-KLM hat 2015 nach sechs Dürrejahren erstmals wieder mit einem Gewinn abgeschlossen. Unterm Strich lag der den Unternehmensangaben zufolge bei 118 Mio. Euro.

von Rita Münck, 18.02.2016, 09:17 Uhr
2015 war ein gutes Jahr für Air France-KLM.
Foto: Air France

Die für viele Mitarbeiter schmerzhaften Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre bei Air France-KLM zeigen Wirkung. Die Gruppe, zu der die französische Air France, die niederländische KLM und die expansive Low-Cost-Sparte Transavia gehören, schreibt endlich wieder schwarze Zahlen. 118 Mio. Euro Netto-Gewinn hat sie Ende 2015 in den Büchern stehen gehabt. Ende 2014 waren dort noch Verluste in Höhe von 225 Mio. Euro abzulesen.

Der Umsatz kletterte in dem Zeitraum um 4,6 Prozent auf 26 Mrd. Euro. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Gruppe 2014 einen längeren Pilotenstreik zu beklagen hatte. Nimmt man die Phase bei den Vergleichsbetrachtungen heraus, verbesserte sich der Umsatz nur um 3,2 Prozent. An beförderten Passagieren gab Air France-KLM für das vergangene Jahr 89,8 Mio. an. Das entspricht einem Plus von 2,8 Prozent gegenüber 2014.

Sparmaßnahmen und das Umsatzplus sind das eine. Daneben hat die Airline, wie auch alle Wettbewerber, von günstigen Treibstoffpreisen profitiert. Mit 6,2 Mio. Euro fiel die Treibstoffrechnung bei Air France-KLM um 6,7 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Zur positiven Bilanz beigetragen hat auch ein Abbau von Schulden. Hier steht nur noch ein Minus von 4,3 Mrd. Euro in den Büchern gegenüber Lasten von 5,4 Mrd. Euro Ende 2014.

Transavia-Start in München

Perspektivisch will Air France-KLM weiter sparen und den Schuldenabbau vorantreiben. Die Kosten sollen 2016 um ein Prozent sinken. Das Management sieht allerdings großen Herausforderungen entgegen: Der Ölpreis und auch die politischen Entwicklungen in vielen Regionen der Welten seien schwer zu kalkulieren. Zudem beklagt die Gruppe hohe Überkapazitäten auf dem Markt, was sich negativ auf die Preisgestaltung auswirkt.

Mit Transavia will Air France-KLM zumindest in Europa in dem harten Wettbewerb mitmischen. Die Eröffnung der Basis in München im März mit zunächst vier Flugzeugen ist ein wichtiger strategischer Schritt für die Gruppe. Erstmals wagt sich die von Paris aus gesteuerte Gruppe somit aus ihren Heimatmärkten raus. In Frankreich scheint das Transavia-Modell bereits gut zu funktionieren: Im Laufe des Jahres soll Transavia in Frankreich einen Marktanteil im Europa-Leisure-Verkehr von 20 Prozent erreichen. 2015 konnte der Low Coster bezogen auf die Passagierzahlen bereits ordentlich zulegen: um 9,1 Prozent auf 10,8 Mio.

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