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Erstauslieferung der A-320neo gekippt

Eigentlich sollte eine erste Fluggesellschaft noch dieses Jahr das jüngste Modell von Airbus erhalten. Doch die Auslieferung der A-320neo mit ihren ultramodernen Triebwerken klappt nicht.

30.12.2015, 14:50 Uhr
Im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder werden Jets der A-320-Familie gebaut.
Foto: Airbus/M. Lindner

Nach erneuten Problemen mit der A-320neo muss der europäische Flugzeughersteller Airbus die ursprünglich bis Jahresende 2015 geplante erste Auslieferung seines Verkaufsschlagers wieder verschieben. Airbus und die Lufthansa einigten sich auf eine spätere Übergabe, wie der Hersteller am Mittwoch in Toulouse mitteilte. Die Auslieferung war im Airbus-Werk in Hamburg geplant.

Einen Grund nannte Airbus selbst nicht. Die aufgetauchten Probleme bei der Abnahme bezogen sich laut Lufthansa insbesondere auf die technische Dokumentation des Flugzeugs. Hier seien einige formale Anforderungen noch nicht erfüllt, sagte eine Sprecherin.

Zuvor hatte bereits Qatar Airways als zunächst geplanter Erstkunde die Abnahme des neuen Modells abgelehnt. Dabei waren Probleme mit der Kühlung der neuen Triebwerke des US-Hersteller Pratt & Whitney als Grund genannt worden. Auch der indische Billigflieger Indigo, der 430 Exemplare aus der neo-Familie geordert hat, erhielt den ersten Jet nicht wie geplant bis Ende Dezember.

Lufthansa, die 116 Maschinen aus der A-320neo-Familie bestellt hat, rechnet nun Anfang 2016 mit dem neuen Jet. Einen genauen Termin nannte eine Sprecherin nicht. Laut Airbus wollen der Hersteller, Lufthansa und Pratt & Whitney „in den nächsten Wochen“ auf die Auslieferung hinarbeiten.

Die Neuauflage des seit den 1980er Jahren gebauten Mittelstreckenjets hat sich für Airbus eigentlich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Ein Grund dafür sind Versprechungen von Airbus sowie Triebwerkhersteller Pratt & Whitney, den Kerosinverbrauch um 15 bis 20 Prozent zu senken. Dies könnte mit den Kühlproblemen infrage stehen.

Seit Ankündigung einer A-320neo-Familie vor fünf Jahren hat der Flugzeug-Hersteller nach eigenen Angaben mehr als 4400 Bestellungen erhalten. Der weitaus größte Teil davon entfällt mit 3327 Maschinen auf die A-320neo, die laut Listenpreis gut 97 Mio. Euro kostet. Die etwas größere A-321neo wurde bisher 1067 Mal geordert, von der kleinen A-319neo 49 Exemplare. (dpa)

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