Airline-Vertrieb

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Routehappy angelt sich nächsten großen Partner

Das Start-up Routehappy drängt sich verstärkt in den Ticketvertrieb von Airlines. Zunächst startete CEO Robert Albert eine Initiative mit Airbus, nun paktiert er mit Rolf Purzer, Chef des größten Verteilers von Airline-Tarifen ATPCO.

von Georg Jegminat, 20.04.2017, 17:03 Uhr
Rolf Purzer hat für Lufthansa und in deren Auftrag bei Amadeus gearbeitet. 1996 wechselte er zu ATPCO in die USA. Vor einem halben Jahr stieg er zum CEO von ATPCO auf.
Foto: ATPCO

Routehappy startete 2013 damit, Bewertungen von Flügen bei Passagieren einzusammeln und damit für mehr Transparenz in Sachen Servicequalität zu sorgen. Inzwischen erweitert CEO Robert Albert das Geschäftsfeld und positioniert Routehappy mit Hilfe von Kooperationen als Dienstleister im Airline-Vertrieb.

Der erste Baustein war gemeinsam mit dem Flugzeughersteller Airbus, einen Daten-Hub für nicht buchbaren Content aufzubauen. Start war die ITB 2017 (fvw berichtete). Über den Hub sollen Texte, Fotos und Videos zu den Produkten bezogen auf den einzelnen Flug und die Reiseklasse an Vertriebssysteme geleitet werden. Nun vertieft Albert den Service und kooperiert mit ATPCO (Airline Tariff Publishing Company). Das US-Unternehmen sammelt und verteilt Preisdaten von Airlines.

Ancillaries und deren Preise werden verknüpft

Routehappy und ATPCO haben die technischen Voraussetzungen geschaffen, um die angebotenen Services von Airlines inklusive der Zusatzleistungen mit den Tickettarifen und den Preisen der Extras zu verknüpfen. „Wir transformieren unsere Abläufe, damit die Fluggesellschaften über alle Vertriebskanäle hinweg ihre Produktdifferenzierung ausspielen und ihre Erlöse verbessern können“, sagt Rolf Purzer. Der ehemalige Lufthansa- und Amadeus-Manager steht seit November 2016 an der ATPCO-Spitze.

Steuerung für Angebotsdaten eingebaut

Beide Unternehmen greifen auf das neue Flugdatenformat NDC (New Distribution Capability) zurück. Routehappy hat zudem vor Kurzem „Pseudo City Code“-Restriktionen in seinen Daten-Hub eingebaut. Über diese Funktion können Airlines steuern, in welchen Märkten welche Angebotsdaten verfügbar sind.

ATPCO ist ein altgedienter Dienstleister, der seit 1965 Tarifdaten an GDS und andere Vertriebspartner verteilt hat. Die neuen Vertriebsstrategien der Airlines, die den Direktvertrieb forcieren, stellen ATPCO allerdings vor neue Herausforderungen.

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