DH 84 Iolar von 1936

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Als Fliegen noch Abenteuer war

fvw und BizTravel begaben sich mit einem 76 Jahre alten Doppeldecker auf Rundflug über Hamburg. Die irische Aer Lingus hatte ihn 1936 für ihren Jungfernflug eingesetzt.

von Oliver Graue, 10.09.2012, 12:26 Uhr
Mit der Iolar nahm Aer Lingus 1936 ihren Jungfernflug von Dublin nach Bristol vor.
Foto: Lars Hentschel

Es ist das beste Stück der Iren, keine Frage. Wenn Aer-Lingus-Pilot Brendan Bruton von „seiner“ Iolar spricht, dann schwingt hörbar Stolz in seiner Stimme mit. Zum Jubiläum der irischen Fluggesellschaft im vergangenen Jahr wurde die Iolar, das gälische Wort für Adler, restauriert – jene 1936 gebaute Turboprop de Havilland 84 Dragon, mit der Aer Lingus einst ihren Jungfernflug von Dublin nach Bristol antrat.

Naja, fast. Bei derr Maschine, mit der Bruton und seine Kollegen Marc Dolan, ebenfalls Pilot, und Mechaniker John Fields derzeit auf dem Weg zur Internationalen Luftfahrt-Ausstelllung ILA sind, handelt es sich um ein 1961 gebautes Schwesterflugzeug der allerersten Iolar.

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Dass das Fliegen mit dem Oldtimer ein echtes Erlebnis ist, davon konnten sich BizTravel und fvw beim Zwischenstopp der Maschine in Hamburg selbst überzeugen. Nach Essen-Mülheim, Düsseldorf und Hannover machte Aer Lingus Halt in der Hansestadt für jeweils 30-minütige Rundflüge über der Elbmetropole.

Bereits nach gut 150 Metern Beschleunigung hob die Maschine in den Himmel ab, wo sie sich in etwa 600 Metern höchst geschmeidig verhielt. Sieben Ledersitze befinden sich im Innern des Traditionsflugs, dessen silberfarbige Doppeldecker-Konstruktion aus Holz und Stoff gerade mal 1,8 Tonnen wiegt. Theoretisch kommt die Iolar, die mit einer Höchstgeschwindigkeit von 210 Stundenkilometern unterwegs ist, auf eine Maximal-Reichweite von 800 Kilometern – danach ist ein Zwischenstopp nötig.

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