Arabische Airlines

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Neuheiten vom Golf

Wer nicht unbedingt nonstop fliegen muss, für den sind die Fluggesellschaften aus den Golfstaaten eine nach wie vor günstige Alternative. Dabei wächst der Wettbewerb sogar, und neue Ziele kommen hinzu. Ein Überblick.

von Oliver Graue, 13.03.2017, 11:11 Uhr
VIA BAHRAIN: in die Welt: Gulf Air

Rasantes Wachstum und sprudelnde Gewinne: Auch für die Airlines vom Golf sind die Zeiten nicht mehr ganz so rosig. Die von den etablierten Gesellschaften gefürchteten arabischen Anbieter kämpfen teilweise selbst mit finanziellen Schwierigkeiten: Etihad beispielsweise hat sich mit dem Kauf europäischer Fluggesellschaften – insbesondere von Air Berlin – verhoben. Das kostete James Hogan, langjähriger Chef des Unternehmens, am Ende sogar den Job. Und bei Emirates, der mächtigsten der Golf-Airlines, steht erstmals ein Abbau von Arbeitsplätzen zur Diskussion.

All dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass die servicestarken und preislich sehr konkurrenzfähigen Gesellschaften gerade für Firmenkunden eine attraktive Alternative zu den klassischen Fluggesellschaften bleiben. Und sie bekommen sogar Zuwachs: Saudi-Arabien will im Zuge einer wirtschaftlichen Diversifizierung auch seine Airline Saudia stärken und mit dieser Emirates und Etihad Paroli bieten. Qatar Airways baut ihr Streckennetz weiter aus, und Gulf Air – die mit Abstand älteste und traditionsreichste Golf-Air- line – macht sich ebenfalls wieder fit für den deutschen Markt.

Für BizTravel ist all dies Anlass, einen Blick auf die wichtigsten Neuigkeiten der arabischen Anbieter zu werfen. Was bieten sie den Firmenkunden? Welche neuen Strecken sind im Programm?

Emirates

Die mit 248 Flugzeugen größte arabische Airline fliegt via Dubai zu 154 Zielen in 82 Ländern. In Deutschland startet sie jeweils dreimal täglich ab Frankfurt und München sowie zweimal täglich ab Düsseldorf und Hamburg. Erneuert hat Emirates gerade ihr KMU-Firmenprogramm Business Rewards: Prämien lassen sich flexibler nutzen (auch für nicht firmenzugehörige Personen), die Punkte gibt es nach zwei statt nach vier Wochen, und die Benutzerkonto-Verwaltung wurde deutlich vereinfacht. Zudem kehrt Emirates mit dem A-380 zurück nach Tokio: Vom 26. März 2017 an setzt die Airline auf ihrer täglichen Verbindung ab Dubai das Airbus-Flaggschiff wieder ein. Und seit Herbst 2016 steht Umsteigepassagieren die neugestaltete Business-Class-Lounge in Dubai zur Verfügung – samt Kaffee-Bar, „Health Hub“ mit Obst, Smoothies und Salaten sowie Champagner Lounge.

Etihad Airways

Annährung an Lufthansa, langsamer Abschied von Air Berlin, Gründung eines touristisches Joint Venture mit TUI: Unter allen Golf-Airlines steckt Etihad in der wohl größten Umstrukturierung. Das 2003 als Emirates-Verfolger gegründete Unternehmen fliegt via Abu Dhabi 117 Ziele an – mit etwa 130 Flugzeugen. In diesem Jahr soll die Airline neun „Dreamliner“ B-787 erhalten, die auf Strecken beispielsweise nach Jordanien, Libanon, Peking, Schanghai und Südkorea eingesetzt werden sollen. Ab Zürich und Düsseldorf fliegt die B-787 bereits; ab der NRW-Hauptstadt startet Etihad vom 26. März 2017 zwei- statt einmal täglich und damit genauso häufig wie von Frankfurt und München.

Qatar Airways

Vor 23 Jahren nahm Qatar Airways ihren Flugbetrieb auf. Seither wächst sie stark: Heute verfügt Qatar über 158 Maschinen und fliegt mehr als 140 Ziele via Doha an. Dazu gehört die aktuell längste Nonstop-Strecke der Welt ins neuseeländische Auckland. Für die etwa 14.500 km werden gut 18,5 Stunden benötigt. Neu ab Juni 2017 ist zudem eine tägliche Verbindung mit dem A-380 nach Melbourne. Der Heimatflughafen Hamad International hat soeben eine Fünf-Sterne-Auszeichnung von Skytrax erhalten, und die Airline selbst führte neue Pflegetaschen für alle drei Klassen ein. Business- und First-Passagiere erhalten sogar einen Designer-Schlafanzug. Zubringer nach Doha gibt es ab Berlin, Frankfurt, München, Wien, Zürich und Genf.

Gulf Air

Die Fluggesellschaft des Königreichs Bahrain gehört zu den traditionsreichsten arabischen Airlines. 1950 nahm sie ihren Betrieb auf; heute fliegt Gulf Air insgesamt 43 Städte in 24 Ländern an. Seit wenigen Wochen gehört auch Colombo (Sri Lanka) wieder zu den Zielen. Ab Frankfurt/Main gibt es zwei wöchentliche Verbindungen mit bequemem Umsteigen in Bahrain. Ab Juni 2017 kommt Georgiens Hauptstadt Tiflis als neue Destination hinzu (dreimal pro Woche). Im Nahen Osten bietet Gulf Air mit täglich zwei Flügen ab Bahrain zu mehr als zehn regionalen Städten eines der dichtesten Streckennetze. Betrieben werden insgesamt 28 Maschinen, vor allem Airbus der Typen A-320, A-321 und A-330; bestellt sind zudem 16 „Dreamliner“ Boeing B-787-9. Auch der Airbus A-321 neo wurde geordert.

Saudia

Saudia fliegt mit 129 Maschinen ab 80 Städten, darunter Frankfurt und München, nach Saudi-Arabien. Die Fluggesellschaft expandiert derzeit stark, da ihr eine wichtige Rolle im nationalen Wirtschaftsplan „SV 2020“ zukommt. Als frischer Chef soll Jaan Albrecht (zuvor Sun Express und Austrian) Saudia voranbringen. Bis Ende des Jahres sollen zudem 30 neue Airbus- und Boeing-Jets die Flotte verstärken. An Premiumgäste wendet sich die „First Suite“, eine private Kabine mit verschließbarer Türe. Ein neues Aussehen erhalten die Al-Fursan-Lounges in Dschidda, Medina, Dammam und Riad. Die erste Lounge außerhalb Saudi-Arabiens hat gerade in Kairo eröffnet.

Kuwait Airways

Mit einer neuen Corporate Identity ging Kuwait Airways 2016 an den Start. Die 1954 gegründete Fluggesellschaft erhielt zudem die erste von insgesamt zehn bestellten Boeing B-777 für ihre Flotte. In Deutschland sind Frankfurt und München die Abflughäfen, wobei ab Frankfurt vom 7. März 2017 an die B-777 den bisher eingesetzten A-330 ersetzen wird. In Österreich wird Wien angeflogen, in der Schweiz Genf. In diesem Jahr erweitert die Airline ihr Netz in Pakistan mit Karachi-Flügen.

Oman Air

Neues Ziel ist das chinesische Guangzhou, das derzeit dreimal wöchentlich (ab 26. März 2017 täglich) via Maskat bedient wird. Ab Deutschland bestehen gute Anschlüsse. Nach Nairobi fliegt Oman Air ebenfalls vom Sommer an viermal pro Woche. Die Airline hat ihre Freigepäckgrenzen heraufgesetzt: Economy-Passagiere dürfen nun einen bis zu 30 kg schweren Koffer aufgeben, Business-Class-Gästen steht eine weitere 20 kg schwere Tasche zu. Zusätzliche Gepäckstücke lassen sich zu Pauschalpreisen hinzukaufen. Zudem stellt Oman Air Ende Februar ihren ersten verlängerten „Dreamliner“ B-787-9 in Dienst. Die Airline startet ab Frankfurt, München und Zürich.

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