Arbeitsgruppe zu Germanwings-Drama

(0)

Kurzfristig hilft nur Beratung

Wie sicher soll und darf ein Cockpit sein? Seit dem tragischen Germanwings-Absturz mit 150 Toten wird verstärkt über diese Frage debattiert. Jetzt legt eine eigens gegründete Arbeitsgruppe ihren Abschlussbericht vor.

Seite 1 von 2
27.01.2016, 18:00 Uhr

Die nach der Germanwings-Katastrophe im März 2015 eingerichtete Arbeitsgruppe zur Flugsicherheit empfiehlt, das Schließsystem von Cockpittüren kurzfristig nicht zu verändern. Langfristig regen die Experten jedoch an, bei der Neuentwicklung von Flugzeugen über eine Schleuse zwischen Kabine und Cockpittür sowie Toiletten im geschützten Bereich nachzudenken. Das geht aus dem am Mittwoch präsentierten Abschlussbericht der Taskforce hervor.

Cockpittüren waren nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 verstärkt und zusätzlich mit einem elektronischen Zugangscode gesichert worden, um ein unerlaubtes Eindringen unbefugter Personen zu verhindern. Genau dies wurde den Insassen des Germanwings-Fluges am 24. März höchstwahrscheinlich zum Verhängnis: Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte der Co-Pilot seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht. Damals kamen 150 Menschen ums Leben, darunter viele Deutsche. Der 27-jährige Co-Pilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hatte nach Überzeugung der Ermittler psychische Probleme und Suizidgedanken.

Aus Sicht der Taskforce haben sich Anlaufstellen bewährt, an die sich Besatzungsmitglieder wenden können, wenn sie bei sich selbst oder bei Kollegen psychische Probleme feststellen und Beratung suchen. Dieses Präventions- und Hilfsangebot gelte es weiter zu stärken und europaweit verbindlich zu machen. Außerdem sollten Fluggesellschaften und deren Bordpersonal noch mehr für psychische Erkrankungen sensibilisiert werden, hieß es in dem Abschlussbericht.

 
 
1 spacer 2

Weitere Business Travel-News

British Airways
(0)

Gewerkschaft Unite ruft zum Streik auf

Flugbegleiter sollen Dienste der British Airways von und nach London-Heathrow sieben Tage lang bestreiken. Bislang gingen die Ausstände der Gewerkschaft Unite dort vergleichsweise glimpflich aus. mehr

 

Reisemesse
(0)

Für Travel und Event Manager

Mailands BIT geht mit einem neuen Konzept an den Start, das sich auch an Veranstaltungsplaner und Travel Manager richtet. Über die Messe in Mailand sprach BizTravel mit BIT-Chefin Simona Greco. mehr

 

Leonardo Hotels
(0)

Neues Haus in Warschau öffnet

Das bisherige JM Hotel Warsaw Center öffnet vom 15. März 2017 an seine Türen als Leonardo Royal Hotel Warsaw. Es befindet sich in den Etagen 18 bis 27 des JM-Towers. mehr

 

Finnland
(0)

Flughäfen werden im März bestreikt

Zwischen dem 3. und 10. März tritt das Boderpersonal an finnischen Airports gelegentlich in den Ausstand. Das betrifft auch die Sicherheitskontrollen und die Enteisung. mehr

 

BizTravel für unterwegs

Kennen Sie schon den mobilen Auftritt von BizTravel? Unter mobil.biztravel.de lassen sich die News der Branche optimal auf dem Smartphone lesen – und zwar unabhängig vom Betriebssystem.

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media