Wer sagt denn, dass Geschäftsreisende „normal“ übernachten müssen?
Traditionelle Hotelketten oder Privatunterkünfte bieten viele Vorteile. Der vielleicht wichtigste: Man weiß. was man hat. Nämlich ein meistens rechteckiges Zimmer, ein Bett, ein Tisch, ein Bad und natürlich ein Dach über’m Kopf. Völlig normal also. Aber warum nicht mal anders – ungewöhnlich, verrückt, crazy?
Für Bettina Kowalewski, Fernsehredakteurin und Vielreisende, ist gerade das Ungewöhnliche das Schöne. Sie übernachtet nicht im klassischen Business-Hotel, sondern im Troll. Im Weinfass. Oder im Ufo. Bettina Kowalewski hat einen Hang für verrückte Hotels – und daraus hat sie nun ein Buch gemacht.
In „Crazy Hotels“, wie sie ihr 192-Seiten-Werk nennt, präsentiert sie die weltweit skurrilsten und fantasievollsten Unterkünfte. Ob gotischer Tempel, Ananas, Zirkuswagen, Gefängnis, Baumhaus oder Troll: Liebevoll beschreibt sie nicht nur die Behausungen, sondern auch die „oftmals exzentrischen, sprühenden Charaktere, die charismatischen Besitzer und Schöpfer“ der originellen Hotels, wie sie sagt. Entstanden sind 22 eindrucksvolle Geschichten, die beim Lesen Spaß machen – und Appetit auf mehr machen. Auf eine Übernachtung in der Bad Laaspher Pension Kamerichs zum Beispiel, die aus einem einzigen, dafür jedoch riesigen Zimmer besteht: dem Garten. 33 Euro inklusive Frühstück kostet das Freiluftbett, samt Leinennachthemd, Kerze, Holzpantoffeln, Wasserschüssel und Nachttopf.
Krasser Gegensatz dazu ist die Nacht im gigantischen, edlen Schloss auf der schottischen Insel Isle Of Mull für 200 Euro. Oder man begibt sich gleich in den Schlund eines steinernen Trolls im australischen Neerim South – geschlafen wird in einer unterirdischen Tropfsteinhöhle.