Auswärtiges Amt

(0)

„Schweden-Warnung ist Fake News“

Eine „massive Reisewarnung“ für Schweden hat die AfD Berlin aus den aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes herausgelesen und dies so per Twitter verbreitet. Stimmt nicht, sagt das Außenministerium und nennt den Tweet „Fake News“.

07.03.2017, 12:15 Uhr
Keine Reisewarnung: Ganz Schweden – hier Stockholm – bleibt sicheres Urlaubsziel.
Foto: Thinkstock

Die Experten des Ministeriums weisen darauf hin, dass – ganz im Gegenteil zur Meldung der Partei – in Schweden die Terrorwarnung schon vor einem Jahr auf die Stufe drei (von fünf möglichen) herabgesetzt wurde. Dementsprechend wurden die Reise- und Sicherheitshinweise für das Land schon im März 2016 angepasst. Sie sind für jedermann unter www.auswaertiges-amt.de aktuell abrufbar.

Dass das Amt eine ausdrückliche Reisewarnung ausspricht, ist extrem selten. Derzeit stehen acht Länder auf der Liste der absoluten No-go-Ziele. Es sind Afghanistan, Irak, Jemen, Libyen, Somalia, Südsudan, Syrien und die Zentralafrikanische Republik. „Reisewarnungen werden nur dann ausgesprochen“, schreibt das Auswärtige Amt, „wenn aufgrund einer akuten Gefahr für Leib und Leben vor Reisen in ein Land oder in eine bestimmte Region eines Landes gewarnt werden muss.“ Für weitere 18 Länder gibt es Teil-Reisewarnungen, die nur bestimmte Regionen betreffen – beispielsweise den Nord-Sinai in Ägypten, die Unruheprovinzen der Philippinen oder auch die „Rote Zone“ um den zerstörten Atomreaktor im japanischen Fukushima.

Daneben weist das Auswärtige Amt allgemein auf die weltweite Terrorgefahr hin und listet in den länderspezifischen Hinweisen auf, wenn die Behörden vor Ort beispielsweise erhöhte Terrorgefahr melden. In Frankreich etwa gilt noch bis Juli 2017 der „Ausnahmezustand“, in Australien die mittlere von fünf Gefährdungsstufen und in Großbritannien Stufe vier (von fünf) für internationalen Terrorismus und Stufe drei für terroristische Aktivitäten christlicher Gruppen im Zusammenhang mit dem Nordirland-Konflikt.

Die AfD Berlin rudert nach dem deutlichen Widerspruch seitens des Auswärtigen Amtes mittlerweile zurück und gibt zu, dass es „keine solche Reisewarnung gab“ und spricht von einer „etwas zugespitzten Darstellung“. (MLE)

Weitere Business Travel-News

LCC
(0)

Erfolgreiches Partner-Treffen in Barcelona

Wie reagieren wir am besten auf die sich nachhaltig veränderten Reisetrends? Dieses Thema beschäftigte die 130 Reiseexperten der Lufthansa City Center (LCC) aus aller Welt, die sich jetzt zum Regional Meeting in Barcelona getroffen haben. mehr

 

Arabian Travel Market
(0)

Von Pessimismus keine Spur

Dubai, Abu Dhabi und Co. zählen zu den touristischen Boom-Regionen der Welrt. Das spiegelt sich auch auf Arabian Travel Market wider. Die Reisemesse in Dubai erwartet einen Rekordbesuch. mehr

 

Etihad
(0)

Robin Kamark betreut Beteiligungen

Robin Kamark ist neuer CEO Etihad Equity Partners. In dieser Funktion verantwortet er die strategische Führung der Minderheitsbeteiligungen des Carriers, darunter auch Air Berlin. mehr

 

Apple Maps
(0)

Nahverkehrsdaten jetzt auch für Paris

Konkurrenz für Google: Apple Maps implementiert für die französische Hauptstadt Paris Echtzeitinformationen des Öffentlichen Personennahverkehrs. So kann man sich nun auch mit der Apple Watch durch die Stadt navigieren lassen. mehr

 

BizTravel für unterwegs

Kennen Sie schon den mobilen Auftritt von BizTravel? Unter mobil.biztravel.de lassen sich die News der Branche optimal auf dem Smartphone lesen – und zwar unabhängig vom Betriebssystem.

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media