Autovermietung

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Sixt setzt Rekordfahrt fort

Der Mobilitätsdienstleister Sixt profitiert von seiner Expansion ins Ausland. Umsatz und Gewinn legten deutlich zu. Auch für das laufende Jahr zeigt sich Vorstandschef Erich Sixt optimistisch.

15.03.2016, 10:56 Uhr
Erfolgreiche Expansion: 49 Prozent seiner Vermietungserlöse erwirtschaftet Sixt inzwischen im Ausland.
Foto: Sixt

Der Sixt-Konzern feiert ein erfolgreiches Geschäftsjahr. 2015 war geprägt von Bestwerten bei Umsatz und Ergebnis, Fortschritten bei der Expansion im Ausland und dem Börsengang der Sixt Leasing AG. Das Konzernergebnis vor Steuern wuchs im Vergleich zum Jahr davor um 18 Prozent und erreichte mit 185,2 Mio. Euro erneut einen Rekordwert, obwohl höhere Aufwendungen zu schultern waren, etwa für die steigenden Flottenkosten, die Expansion und den Sixt-Leasing-Börsengang. Der Nachsteuergewinn legte um 16,5 Prozent auf 128,2 Mio. Euro zu.

„Die Geschäftsentwicklung hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen“, kommentierte Vorstandschef Erich Sixt die heute vorgelegten vorläufigen Zahlen zum Konzernabschluss 2015. Der Gesamtumsatz des Unternehmens erhöhte sich um 21,3 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. Der operative Umsatz aus Vermiet- und Leasing-Geschäften, aber ohne die Erlöse aus dem Verkauf von Leasing-Fahrzeugen lag mit 1,9 Mrd. Euro um 17,9 Prozent höher. Wachstumstreiber war nach Firmenangaben der Geschäftsbereich Autovermietung und insbesondere die voranschreitende Expansion in Westeuropa und den USA.

USA steigen zum größten Auslandsmarkt auf

Das Auslandsgeschäft von Sixt überschritt dabei mit 40,8 Prozent Umsatzanteil erstmals die Marke von 40 Prozent. Den größten Beitrag zum Auslandswachstum leistete die US-Tochtergesellschaft, die ihren Umsatz nach Sixt-Angaben mehr als verdoppeln konnte. Damit sind die USA fünf Jahre nach dem Start der dortigen Geschäftsaktivitäten der größte Auslandsmarkt des Unternehmens vor Frankreich. Im Heimatmarkt Deutschland erhöhte sich der Vermietungsumsatz um 10,9 Prozent auf 699,3 Mio. Euro.

Die Aktionäre sollen an den guten Resultaten beteiligt werden. Sie können sich dank einer Sonderdividende auf eine Ausschüttung von 1,50 Euro pro Stammaktie und 1,52 Euro je Vorzugsaktie freuen. Die Basisdividende steigt dabei jeweils um 10 Cent auf 0,90 Euro pro Stammaktie und auf 0,92 Euro je Vorzugsaktie. Den Aktienkurs stützen dürfte auch das geplante Aktienrückkaufprogramm im Gegenwert von insgesamt bis zu 50 Mio. Euro. Es soll morgen beginnen und spätestens Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Für das laufende Jahr gibt sich das Sixt-Management „grundsätzlich optimistisch“. Für den Geschäftsbereich Autovermietung rechnet der Vorstand mit einer weiter wachsenden Nachfrage in Deutschland, insbesondere aber in den Auslandsmärkten USA, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Im operativen Leasing-Geschäft erwartet Sixt ein leichtes Umsatzwachstum. Die strategischen Wachstumsinitiativen, etwa die Internationalisierung der Autovermietung und der Tochter Sixt Leasing, sollen fortgesetzt werden. Aufgrund der dafür anfallenden Mehraufwendungen erwartet der Sixt-Konzern für 2016 lediglich ein stabiles bis leicht steigendes Vorsteuerergebnis bei ebenfalls nur geringer Erhöhung des operativen Konzernumsatzes. (JEV)

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