BCD Travel

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Turbulenzen in Spanien

BCD Travel bekommt die Folgen der spanischen Wirtschaftskrise zu spüren. Der bisherige Joint-Venture-Partner ist pleite. Doch Ersatz ist schon gefunden.

von Martin Jürs, 15.03.2013, 12:16 Uhr
Nicht nur Spaniens Großbank Bankia hat Probleme. In Schieflage gerät auch der eine oder andere Geschäftsreise-Anbieter.
Foto: Centro de Turismo de Madrid

Vor gut zwei Jahren hatte BCD Travel die eigenen Geschäftsreise-Aktivitäten in Spanien mit denen von Viajes Iberia in einem gemeinsamen Unternehmen gebündelt. Jetzt ist die Partnerschaft geplatzt, der Eigentümer des spanischen BCD-Travel-Joint-Venture, Vibo BCD Travel, musste Insolvenz anmelden. Grund sind Liquiditätsprobleme beim schwer angeschlagenen Touristikkonzern Orizonia, der hinter dem Joint-Venture-Partner Viajes Iberia steht.

Die Firmenkunden von BCD Travel in Spanien laufen allerdings nicht Gefahr, ihre Geschäftsreisen künftig in Eigenregie organisieren zu müssen. Die internationale Geschäftsreise-Kette will mit Barceló, einem der führenden spanischen Reiseunternehmen, ein neues Joint Venture für den Geschäftsreise-Markt bilden. Eine entsprechende Absichtserklärung haben beide Partner bereits unterzeichnet.

Außerdem wurde ein Dienstleistungsvertrag zwischen den beiden Unternehmen geschlossen, der Kunden bis zur Genehmigung vom neuen Joint Venture durch die spanischen Kartellbehörden und darüber hinaus einen kontinuierlichen Service über Barceló garantiert. Das Risiko, dass das neue Joint Venture von den Behörden abgelehnt wird, besteht laut BCD Travel nicht, weil durch den Zusammenschluss kein Monopolanbieter entstehe.

Die Business-Travel-Aktivitäten auf dem spanischen Markt laufen nun einheitlich unter der Marke BCD Travel. Die ehemaligen Vibo-BCD-Travel-Mitarbeiter, vom Managing Director bis zum Travel Agent, erhalten Barceló-Verträge. Hunderte haben nach Angaben von BCD bereits unterzeichnet.

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