Best-Preis-Klausel

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Hotels wollen auf Schadenersatz klagen

Inzwischen hat das Bundeskartellamt nicht nur HRS die Best-Preis-Klausel verboten, sondern auch Booking.com. Einige Hotels wollen sich damit nicht zufrieden geben. Ihnen seien durch die Klausel Buchungen verloren gegangen.

09.02.2016, 12:31 Uhr
HRS – hier die Hauptverwaltung in Köln – kann schon länger nicht mehr den besten oder den gleich günstigen Preis wie auf anderen Portalen einfordern.
Foto: HRS

Wie die „Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung“ (AHGZ) schreibt, bereitet eine Berliner Kanzlei derzeit eine Schadenersatzklage gegen HRS und Booking.com vor. „Wir gehen davon aus, dass die Hotels ohne Best-Preis-Klausel weniger Provisionen hätten zahlen müssen und mehr Zimmer direkt verkauft hätten“, so Thomas Höppner, Rechtsanwalt bei der Kanzlei Hausfeld zur „AHGZ“. Zudem hätten andere Portale möglicherweise günstigere Provisionen anbieten und so mehr Buchungen übernehmen können.

Fünf Hotelketten unterstützen die Klage bereits, es könnten sich aber noch andere anschließen. Bislang hat die Kanzlei ein ökonomisches Gutachten erstellen lassen. Für die Klage sollen nun noch weitere Daten erhoben werden, zum Beispiel aus dem Vergleich mit Buchungsportalen anderer Branchen, wie etwa im Airline-Bereich.

HRS wurde vom Bundeskartellamt vor zwei Jahren untersagt, die Best-Preis-Klausel umzusetzen. Bei Booking.com ist die Entscheidung nun wirksam geworden. Allerdings hat das Unternehmen dagegen Berufung eingelegt. Die Klage der Berliner Kanzlei soll laut „AHGZ“ eingereicht werden, wenn bezüglich der Berufung eine Entscheidung getroffen worden ist. Dies könnte Mitte des Jahres oder in der zweiten Jahreshälfte geschehen. (ASC)

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