Best-Price-Klausel

(0)

Booking.com kommt Hotels entgegen

Die Priceline-Tocher rückt von der geforderten Preisparität ab. Grund sind von der EU-Kommission angekündigte Markttests. Konkurrent HRS darf sich freuen.

von Martin Jürs, 15.12.2014, 15:13 Uhr
Rudert bei der Preisparität zurück: Booking.com.
Foto: Screenshot

Bislang besteht Booking.com auf die sogenannte Preis- oder Ratenparität. Hotels, die bei der Priceline-Tochter gelistet werden wollen, müssen sich verpflichten, nirgendwo anders günstigere Preise anzubieten. Nun aber scheint die Vermittlungsplattform bereit, von dieser umstrittenen Praxis abzurücken.

Das jedenfalls teilt die Europäische Kommission mit. Danach habe Booking.com erklärt, künftig auf die Preisparität zumindest gegenüber anderen Online-Portalen zu verzichten. Hotels können so unterschiedliche Preise über die verschiedenen Plattformen anbieten.

Gleichzeitig müssten die Hotels Booking.com jedoch weiter Zimmerpreise zur Verfügung stellen, die denen in den hoteleigenen Buchungskanälen – on- wie offline – entsprechen würden. Diese Verpflichtungszusage, so die EU-Kommission, solle im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gelten.

Hintergrund für dieses Einlenken seitens Booking sind laut EU-Kommission kartellrechtliche Untersuchungen der französischen, italienischen und schwedischen Wettbewerbsbehörden. Diese hatten Markttests angekündigt, mit denen sie die Paritätsklauseln von Booking beleuchten wollten. Die bisherigen Regeln, so jedenfalls die Befürchtungen der Behörden, könnten den Wettbewerb einschränken und insbesondere neue Buchungsplattformen am Markteintritt hindern.

Diese Entwicklung dürfte vor allem HRS freuen. Das Hotelportal aus Köln hatte die eigene Paritätsklausel bereits vor längerer Zeit nach Intervention des hiesigen Kartellamtes notgedrungen einkassiert. Derzeit läuft vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf ein Prozess von HRS gegen das von den Wettbewerbshütern verhängte Verbot der Preisparität. Portal-Chef Tobias Ragge hatte dabei immer auf eine Gleichbehandlung mit den Wettbewerbern wie Booking.com oder Expedia gedrängt. Der kommt er nun näher.

Weiterführende Links

Weitere Business Travel-News

Daimler
(0)

Car2go wird in Hamburg elektrisch

Der Autobauer Daimler und die Stadt Hamburg haben eine Partnerschaft zur Förderung der E-Mobilität vereinbart. Unter anderem wird die Car2go-Flotte umgerüstet. mehr

 

CWT Schweiz
(0)

Kundenbetreuung neu geordnet

Ab Juli übernehmen zwei Neue bei CWT in der Schweiz die Betreuung der Kunden. Katharina Turlo ist dann für Zentraleuropa zuständig, Mirco Biasi wird Ansprechpartner in der Schweiz. mehr

 

Airport-Chef
(0)

BER kann 55 Mio. Passagiere bewältigen

Ein neuer Termin für die Eröffnung des BER steht noch nicht fest. Airport-Chef Engelbert Lütke Daldrup denkt dennoch schon weiter. Der Flughafen soll sukzessive ausgebaut werden – für 55 Mio. Passagiere bis 2040. mehr

 

Werte-Event 2017
(0)

Pokern in den Westfalenhallen

Erstmals kommt das einstige „Werte 2.0“ nach Dortmund. Thematisch dreht sich am 14. Juni alles ums Glücksspiel und Pokern. mehr

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media