Bilanz 2016

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Sixt will den Dienstwagen abschaffen

Autovermieter Sixt peilt nach einem erfolgreichen Jahr 2016 erneut Wachstum an. CEO Erich Sixt hat Italien ins Visier genommen. Zudem will er eine Alternative zum Dienstwagen etablieren.

von Rita Münck, 15.03.2017, 08:47 Uhr
Erich Sixt (72) betreibt den größten Autovermieter in Deutschland.
Foto: Andrea Schick-Zech

Erich Sixt, gleichzeitig sein größter Aktionär, liefert gewissenhaft jedes Jahr bessere Ergebnisse ab. So auch 2016: Beim Umsatz legte Sixt um 10,7 Prozent zu auf 2,41 Mrd. Euro nach 2,18 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Vermieterlöse stiegen um 11,4 Prozent auf 1,53 Mrd. Euro. Beides begründet Sixt mit der fortschreitenden Expansion des Geschäfts im Ausland – speziell in den USA, aber auch in Europa konnte Sixt demnach zuletzt ordentlich zulegen.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) fiel entsprechend mit 218,3 Mio. Euro mal wieder höher aus als je zuvor. Um satte 17,9 Prozent konnte Sixt hier zulegen. Unterm Strich lieferte der Konzern einen Überschuss von 156,6 Mio. ab, 22,2 Prozent mehr als noch 2016. Auch das ist ein Rekord.

So soll es weiter gehen: Sixt geht für 2017 weiter von einer steigenden Nachfrage aus. Stimulieren will Konzernlenker Erich Sixt die unter anderem in Italien. Das Land wird aktuell als neues Corporate-Land etabliert. Nach dem Auslaufen des Vertrags mit einem Franchisenehmer will Sixt dort künftig die Fäden selbst in der Hand behalten und ein eigenes Stationsnetz etablieren. An den Flughäfen Rom und Mailand sind bereits erste Filialen eröffnet.

MaaS macht mobil

Richtig durchstarten will Sixt in diesem Jahr mit einem neuen Mobilitätsprodukt, das bereits 2016 ausgerollt wurde. Es trägt den englischen Namen „Mobility as a Service“ – kurz: MaaS – und soll als innovative Alternative zum Dienstwagen etabliert werden.

Die Idee dahinter: Anstatt eines festen Fahrzeugs, das im Alltag nur zu vier Prozent ausgelastet wird, bietet Sixt individuelle Mobilitätsbudgets an. Dabei können die Nutzer auf eine Vielzahl von Sixt Produkten (Sixt Rent a Car, Premium-Carsharing Drive Now und Transferdienst My Driver) zurückgreifen und je nach Bedarf wählen. Die Services können online gebucht werden und das in mehr als 60 Ländern. „Für Unternehmen ist MaaS eine wirtschaftliche Option zum klassischen Dienstwagenmodell sowie ein attraktives Mitarbeiter-Incentive mit Kostentransparenz und minimalem Verwaltungsaufwand“, ist Erich Sixt überzeugt.

Fastlane-Service in mehr Ländern

Ein weiteres Produkt, dass der Dienstleister vorantreiben will, heißt „Sixt fastlane“ und ermöglicht die Fahrzeuganmietung komplett per Smartphone. Dabei können Kunden ihr gebuchtes Fahrzeug maximal 30 Minuten vor der Abholung auswählen und dann direkt ohne den Gang zum Counter öffnen. Nach dem Start in der Schweiz 2016 sollen jetzt weitere Länder in den Genuss des Services kommen.

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