BizTravel-Tischgespräch

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Herzblut für die Hotellerie

Marina Christensen kümmert sich um die Firmenkunden bei Best Western. Bereits ihre Ausbildung machte sie 1987 in der Branche.

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von Oliver Graue, 01.09.2017, 16:41 Uhr
Selfie: Marina Christensen und BizTravel-Chefredakteur Oliver Graue.
Foto: fvw

Man kann sich ja auch zu Hause treffen, schlägt Marina Christensen vor. Wobei nicht alle 291 Zimmer zu ihrer Wohnung – oder besser Zweitwohnung – gehören. Eigentlich nur ein einziges. Und selbst das wechselt immer wieder. Die 50-Jährige ist eine klassische Pendlerin: Sie lebt mit ihrem Ehemann in der Nähe von Kiel, unter der Woche aber dient das Eschborner „Best Western Plus iO Hotel“ als ihr Zuhause.

Nur wenige Minuten spaziert sie von dort zu ihrem Büro in der Best-Western-Zentrale. Kaum haben wir auf der Terrasse Platz genommen, da tischt uns Regionaldirektor Christoph Schug ein hervorragendes Basilikum-Minz-Eis aus eigener Herstellung auf. Und dann gerät Marina Christensen ins Erzählen, ins Gestikulieren, man gibt sich gegenseitig Stichworte, kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen, und ein kurzweiliges Gespräch entfaltet sich.

„Bei mir ist immer Action“, sagt sie und lacht. Man glaubt es ihr sofort. „Still und heimlich – das liegt mir nicht.“ Dabei geht es ihr nicht um Action um der Action willen: In jedem Satz wird ihre Leidenschaft für die Hotellerie deutlich, ihr „Herzblut“, wie sie sagt. „Daher übernachte ich auch privat sehr gern im Hotel“, begründet sie die Wahl ihres Zweitwohnsitzes. „Und zugleich bin ich Checkerin: Ich sage, wenn mir etwas auffällt. Nicht, um zu kritisieren, sondern weil ich dabei helfen möchte, es besser zu machen.“

Als vor etwas mehr als zwei Jahren irgendwann das Telefon klingelte und sich am anderen Ende der Leitung Marcus Smola meldete, war sie nicht unglücklich. Und schon gar nicht, als sie der Chef von Best Western mit den Worten begrüßte: „Du hast genug Pause von der Hotellerie gemacht – jetzt kommst du zurück!“ Natürlich kam sie zurück. Seit zwei Jahren führt Marina Christensen Vertrieb und Marketing der Hotelkooperation für Deutschland, Österreich, die Schweiz und fünf osteuropäische Staaten. Zuständig ist sie für den B2B-Bereich, der mit gut 60 Prozent den für Best Western größten Markt darstellt.

Blitzkarriere bei Stage

Ihre Karriere startete sie 1987 bei den Queens-Hotels. „Dass ich in die Hotellerie gehen würde, stand für mich fest, seit ich 16 war. Ich musste es aber bei meinen Eltern durchboxen“, erinnert sie sich. Kompromiss: eine „strukturierte Ausbildung in einem Kettenhotel“. Da es ein solches in ihrer Heimat Dortmund nicht gab, ging es zunächst nach Kassel, später nach Düsseldorf und Frankfurt. Von der Qualität der Lehre schwärmt Marina Christensen heute noch. „Da habe ich enorm viel Rüstzeug an die Hand gekriegt.“

Als ihr Ehemann ein Hotel im Norden übernahm und ihr damals das Pendeln dann doch zu viel wurde, ging sie zum Musical-Produzenten Stage in Hamburg. „Das war ein totaler Kulturwechsel für mich“, sagt sie. Dort legte sie eine Blitzkarriere hin. Als „emotionalen Ausrutscher“ sieht sie hingegen die Entscheidung, danach in die Kosmetikbranche zu wechseln. Bei Hamburg Tourismus folgte für sie 2012 eine umso schönere Zeit: Dort baute sie den Kreuzfahrttourismus auf. „Das war toll.“ Sehnsucht nach Rückkehr in die Hotellerie verspürte sie erstmals bei einer Hausführung im Hamburger Luxushotel Louis C. Jacob. „Der Blick über den Tellerrand hat mir gut getan, und er hat mir viele wertvolle Impulse geliefert“, sagt sie. Dennoch kam der Anruf von Marcus Smola wie gerufen.

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