Boeing B-737max

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Probleme mit Triebwerk ausgeräumt

Die Auslieferungen der neuesten Generation des meistverkauften Passagierflugzeugs der Welt beginnen. Trotz Triebwerksproblemen und der Unterbrechung von Testflügen ging das erste Exemplar nach Malaysia.

17.05.2017, 07:58 Uhr
Malindo Air ist der Erstbetreiber für die B-737max8 von Boeing.
Foto: Boeing

Dem US-Flugzeug-Hersteller Boeing ist bei der Auslieferung seines modernisierten Mittelstreckenjets B-737max fast eine Punktlandung gelungen. Nach zwischenzeitlichen Bedenken wegen möglicher Triebwerksprobleme übergab der Konzern die erste Maschine des Typs nun an die malaysische Fluggesellschaft Malindo Air – nur einen Tag später als ursprünglich geplant. Bei Entwicklung und Testflügen war der Airbus-Rivale aus den USA seinem Zeitplan schon mehrere Monate vorausgeeilt. Bei Bestellungen und Auslieferungen liegt Airbus mit dem Konkurrenzmodell A-320neo aber deutlich vorn.

Erst vergangene Woche hatte es so ausgesehen, als ob Boeings Zeitplan doch noch platzen könnte. Wegen möglicher Probleme mit dem neuen Triebwerksmodell des französisch-amerikanischen Herstellers CFM hatte der Flugzeug-Hersteller überraschend alle Testflüge mit der „max“ gestoppt. Boeing sprach von einer Vorsichtsmaßnahme wegen potenzieller Qualitätsmängel. Diese konnten offenbar ausgeräumt werden.

Für die jüngste Generation der B-737 hatte sich Boeing 2011 entschieden, nachdem der europäische Hersteller Airbus mit der sparsameren Neuauflage seines Konkurrenzjets A-320 bei vielen Fluggesellschaften gepunktet hatte. Den Zeitvorsprung der Europäer bei Aufträgen und Bestellungen konnte Boeing bis heute nicht aufholen. Deren Modellfamilie A-320neo kam bis Ende April auf 5054 Festbestellungen, die B-737max von Boeing bislang nur auf 3714 Exemplare. Die erste „neo“ lieferte Airbus schon Anfang 2016 an die Lufthansa aus.

Boeing wie Airbus bewerben ihre gründlich überarbeiteten Jets vor allem mit einem deutlich niedrigeren Spritverbrauch. Die neuen Triebwerke benötigen viel weniger Kerosin und sind zudem leiser als die Turbinen der herkömmlichen Modelle. Bei der „max“ soll die Spriteinsparung 14 Prozent betragen, bei der „neo“ 15 Prozent. Die Lufthansa berichtete bereits, dass der Airbus-Jet die Erwartungen übertreffe und je Passagier sogar 20 Prozent Einsparung bringe. (dpa/LS)

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