Bonusprogramme

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Miles & More vs. Top Bonus

Aller Debatten zum Trotz: Meilen sammeln ist bei Reisenden sehr beliebt. Kein Problem, wenn sie das Programm des Vertragspartners nutzen. Wie unterschiedlich dabei die Bonus-Strategien der Airlines sind, zeigen die Beispiele Miles & More und Top Bonus.

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von Hein Vogel, 06.05.2016, 09:00 Uhr
Vielflieger-Programme: Flugesellschaften locken treue Kunden mit Privilegien.
Foto: The Lama Group

Wer hat’s erfunden? Nun, bei den Vielfliegerprogrammen ist die Antwort nicht so einfach wie bei den Kräuterbonbons. Es gab schon in den 60er Jahren ähnliche Programme, an die sich alte Branchenhasen unter den Travel Managern und Reisebüros gut erinnern: die sogenannte „Mileage“, eine Meilengutschrift.

Die erlaubte beispielsweise mühelos, an einen Flug New York–Frankfurt noch locker einen Weiterflug nach Rom anzuhängen. Welche Airline damit begonnen hat, lässt sich heute schwer sagen. Es gibt sogar Stimmen, die besagen, dass der Untergang der legendären Pan Am unter anderem auch mit einer schlechten Steuerung des Mileage-Programms zusammenhing. Zu viele ihrer Kunden hätten die Meilen beispielsweise auf den begehrten Hawaii-Routen verbrannt, die dann tief ins Minus gerieten.

Vielfliegerprogramme: Zwei Konzepte, zwei Ziele

Bei den Vielfliegerprogrammen, die von den beiden deutschen „Lagern“ angeboten werden – also der Lufthansa-Gruppe und Air Berlin –, vollziehen sich bemerkenswerte Veränderungen, hinter denen jeweils eine eigene Strategie steht. Auf einen Nenner gebracht heißt es bei Miles & More: „Wir wollen auch im Alltag stattfinden.“ Das Vielfliegerprogramm soll nicht nur Begleiter rund ums Fliegen sein, sondern stärker auf die Bedürfnisse der Karteninhaber im täglichen Leben eingehen. Bei den Gestaltern des Top-Bonus-Programmes hingegen heißt es klar: „Wir wollen mehr Anreiz für Flugumsätze schaffen.“

Miles & More in Kürze

  • Miles & More: Basis
  • Frequent Traveller: 35.000 Statusmeilen oder 30 Linienflüge im Kalenderjahr; Freigepäck 40 kg insgesamt; 3 Gepäckstücke in der Business-Class; Business-Class-Check-in; Zutritt zur Business-Class-Lounge.
  • Senator: 100.000 Statusmeilen im Kalenderjahr; zusätzlich 20 kg Freigepäck; 3 Gepäckstücke in der Business-Class; Zutritt zu Senator und Star Gold Lounges.
  • Hon Circle Member: 600.000 HON-Circle-Meilen; zusätzlich 20 kg Freigepäck; 3 Gepäckstücke in der Business Class; Zutritt zu LH- und Swiss-First-Class-Lounge; Austrian-Hon-Circle-Lounge; First-Class-Terminal in Frankfurt.

Es gibt gute Gründe dafür, dass sich die Macher in beiden Unternehmungen neue Gedanken für die Ausgestaltung ihrer Programme machen. Zum einen steigt der Wettbewerbsdruck: Immer mehr Fluggesellschaften erschaffen im Verbund mit Partner-Airlines und Allianzen attraktive Vielfliegerkonzepte. Zum anderen ist da noch die Klage so mancher Karteninhaber, dass das Umwandeln von Präienmeilen in kostenlose Flüge mitunter gar nicht so einfach ist.

Sozusagen als Ersatz dazu haben die beiden Programme zusammen mit Kooperationspartnern ein umfangreiches Angebot von Dienstleistungen in den Bereichen Hotels und Mietwagen geschaffen. Zudem bieten sie teilweise hochwertige Sachwerte mit Reisegepäck, Uhren, Elektronik, Einrichtungsgegenständen und Freizeitartikeln. Natürlich ist auch das alles andere als altruistisch: Dahinter stecken konkrete Marketing-Überlegungen, wie sich die Vielfliegerkarten als Mittel der Kundenbindung besser einsetzen lassen. Außerdem gilt: Die meisten Meilen werden ohnehin dienstlich eingeflogen. Zwar ist es laut Richterspruch erlaubt, dass Unternehmen diese Meilen auch wieder beruflich einsetzen. Allerdings dürfen die weitaus meisten Reisenden ihre Punkte behalten – als Ausgleich für stressige Dienstreisen und weil der Verwaltungsaufwand fürs Unternehmen meist einfach zu groß wäre. Nicht selten sind die Bonuskonzepte ein Streitpunkt zwischen Reisenden und Travel Managern. Doch da sich Firmenmeilen und private Meilen in aller Regel gleichzeitig sammeln lassen, profitieren Reisende auch bei der Steuerung auf bestimmte Airlines — denn über ein Bonusprogramm verfügen fast alle.

 
 
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