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Bundeswehr

04.11.2008, 13:00 Uhr

Helm ab zum Buchen

von Martin Jürs

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Kasernen buchen über HRS

Schmidt ist jedenfalls bereit: „Die Konzeptionsphase ist abgeschlossen.“ Wobei der gelernte Luftverkehrskaufmann nicht direkt für die Bundeswehr tätig ist. Er ist bei der Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (Gebb) beschäftigt, einer 100-prozentigen Bundeswehr-Tochter. Die Inhouse-Beratungsgesellschaft kümmert sich unter anderem um das Immobilien-Management, die Logistik und eben das Travel Management der olivgrünen Truppe.

Dabei hat sich bei der Reiseorganisation schon einiges getan: Neben der Einführung der Firmenkreditkarten können Bundeswehr-Angehörige seit Sommer 2007 ihr Hotel über HRS reservieren. Bislang wird aber nur ein Bruchteil der jährlich 800.000 Übernachtungen über das Portal gebucht. Was daran liegt, dass noch längst nicht alle Unterkünfte in HRS gelistet sind. Das gilt auch für Kasernen, die ebenfalls für Übernachtungen gebucht werden können. Bislang ist nur die Julius-Leber-Kaserne in Berlin online.

Reisestellen reduzieren

Abgeschlossen ist Schmidts To-do-Liste damit aber noch lange nicht. Weitere Punkte sind die Einführung des Travel-Management-Systems SAP TM sowie eine drastische Reduzierung der Reisebüro-Partner. Noch arbeitet die Bundeswehr mit über 400 Agenturen zusammen. Zunächst aber gilt es, die Zahl der Reisestellen zu reduzieren. Noch gibt es davon deutlich über 100. Bis Jahresende sollen es nur noch 80 sein.

All dies benötigt bei einer Organisation wie der Bundeswehr Zeit. Schließlich müssen viele Leute mit ins Boot geholt werden. „Die Modernisierung muss systemverträglich sein“, formuliert es Schmidt. In der Bundeswehr sind Reformen möglich, Revolutionen nicht.

Vorher

146 Reisestellen, 400 Reisebüro-Partner und 1000 Mitarbeiter, die für die Reiseplanungsbuchung und -abrechnung zuständig sind: Das Dienstreisewesen der Bundeswehr war bislang dezentral organisiert und viel zu teuer.

Nachher

Straffer und zentral strukturiert, so sieht das Travel Management der Zukunft bei der Bundeswehr aus. Zu den wesentlichen Elementen zählen die Nutzung von Firmenkreditkarten, die Hotelbuchung über HRS und die Reduzierung der Reisestellen. Geplant ist zudem die Einführung eines Travel-Management-Systems.

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