Burkina Faso

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29 Tote bei Anschlag auf Hotel und Restaurant

Erst Mali, jetzt Burkina Faso: Terroristen der sunnitischen Al-Kaida ermorden in Ouagadougou Hotel- und Restaurantbesucher. Sicherheitskräfte können mehr als 150 Menschen in Sicherheit bringen. Unter den Toten sind auch viele Ausländer.

18.01.2016, 07:41 Uhr

Bei einem islamistischen Terroranschlag auf ein beliebtes Restaurant und ein Hotel in Burkina Faso sind 29 Menschen getötet worden. Knapp 70 weitere wurden bei dem Attentat in der Hauptstadt Ouagadougou verletzt, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Bei der Erstürmung des Restaurants und des Hotels durch Sicherheitskräfte am Samstag wurden 156 Geiseln befreit. Drei Angreifer wurden getötet. Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) bekannte sich zu dem Anschlag.

Unter den Toten waren zahlreiche Ausländer, darunter mindestens zwei Schweizer, ein Niederländer, ein US-Amerikaner und sechs Kanadier, wie die Außenministerien der Herkunftsländer mitteilten. Französische Medien berichteten zudem von zwei toten Franzosen und einem Portugiesen, der in Frankreich lebte. Das italienische Außenamt erklärte, auch der neunjährige Sohn des italienischen Restaurantbesitzers wurde getötet.

Die vermummten Attentäter hatten ihren Angriff am Freitagabend begonnen. Nach bisherigen Erkenntnissen eröffneten sie zunächst das Feuer im Restaurant Cappuccino und griffen dann das bei ausländischen Geschäftsleuten und Diplomaten beliebte Hotel Splendid an, das mit 147 Zimmern zu den größten der Stadt gehört.

Die Angreifer verschanzten sich dort stundenlang, bis örtliche Sicherheitskräfte und französische Truppen das Gebäude am Samstagmorgen stürmten. Dabei wurden nach Angaben des Innenministeriums 126 Menschen aus der Gewalt der Angreifer befreit, weitere 30 wurden im Cappuccino in Sicherheit gebracht.

Burkina Faso galt bislang als relativ sicheres Land. Das mehrheitlich muslimische Land gehört einem UN-Index zufolge zu den fünf ärmsten Staaten der Welt. Der westafrikanische Binnenstaat grenzt an Mali, wo vor allem im nördlichen Saharagebiet radikale Islamisten aktiv sind. Der Angriff vom Freitag erinnerte an eine ähnliche Attacke vor knapp zwei Monaten in Malis Hauptstadt Bamako. Dort hatten sunnitische Fundamentalisten viele Menschen im bei Ausländern beliebten Hotel Radisson Blu als Geiseln genommen. Rund 20 Menschen wurden getötet. Eine AQMI-Gruppe bekannte sich zu dem Anschlag. (dpa)

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