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Benimm in Bangladesch

Als klassisches Geschäftsreiseziel erscheint Bangladesch auf den ersten Blick nicht. Schließlich zählt das südasiatische Land mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von umgerechnet etwas mehr als 1000 Euro mit zu den ärmsten Ländern der Welt. Trotzdem zieht es zahlreiche deutsche Firmen in den indischen Nachbarstaat, vor allem Textilanbieter, die dort fertigen lassen. So sind denn auch mehr als 90 Prozent der aus Bangladesch eingeführten Waren Textilien.

von Oliver Graue, 17.02.2017, 09:00 Uhr
NATIONALMUSEUM: Der Palast Ahsan Manzil in Dhaka.
Foto: Thinkstock

Bangladesch ist nicht einmal halb so groß wie Deutschland, hat aber mit gut 160 Mio. doppelt so viele Einwohner. Wer dort Geschäfte machen will, muss bedenken, dass die Kultur islamisch geprägt ist. Damit unterscheidet sich das Land deutlich von den meisten Nachbarn. Schätzungen zufolge sind 90 Prozent der Bevölkerung Moslems; Hindus stellen mit 8,5 Prozent die zweitgrößte Gruppe. Allerdings wird ein meist eher moderater Islam gepflegt. Trotzdem sollte man seine geschäftlichen Termine nicht in den Fastenmonat Ramadan legen. Schlecht gelaunte Gesprächspartner könnten sonst die Folge sein. Man sollte es vermeiden, in dieser Zeit vor den Augen seiner Geschäftspartner ostentativ zu essen und trinken. Insgesamt bilden die Tradition der Stammestreue, Ehre und Gastfreundschaft dabei gemeinsam mit einer pragmatischen Handelskultur den Rahmen der Geschäftswelt.

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