Business-Knigge

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Benimm-Regeln für Estland

Tipps und Tabus für Geschäftsreisen in das nördlichste Land des Baltikums.

22.10.2015, 16:43 Uhr
Die wichtigsten Umgangsformen für Estland im Überblick.
Foto: Thinkstock

Das kleine Estland liegt bei der Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnik ganz weit vorn. E-Learning und E-Government werden bei den 1,3 Mio. Einwohnern des EU-Mitglieds groß geschrieben. Das zeigt sich nicht zuletzt bei den Wahlen: So gaben bei den Europawahlen 2014 immerhin 11,4 Prozent der Esten ihre Stimmen online ab. Bei der Parlamenentswahlen in diesem Jahr waren es sogar ein knappes Drittel.

Neben der Telekommunikationstechnik zählen noch Finanzdienstleistungen die Logistik, der Tourismus sowie die Immobilien- und Baubranche zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes. Wer in Estland Geschäfte machen will, trifft auf äußerst gute Bedingungen, schließlich verfolgt die Regierung eine vergleichsweise liberale Wirtschaftspolitik. Ausländische Unternehmen werden mit einer attraktiven Steuerpolitik gelockt. So wird die Einkommenssteuer für Körperschaften in Höhe von 21 Prozent erst dann erhoben, wenn Gewinne ausgeschüttet werden. Auch die Verwaltung zeigt sich meist kooperativ. Ausländische Investoren und Unternehmen werden in der Regel nicht besser oder schlechter behandelt als einheimische Betriebe.

Tipps und Tabus für Geschäftsreisen nach Estland

Kleidung: Bei geschäftlichen Terminen machen Männer im Anzug und mit Krawatte eine gute Figur. Für Frauen empfiehlt sich ein Kostüm.

Pünktlichkeit: Ein pünktliches Erscheinen am ver- einbarten Treffpunkt wird erwartet. Unpünktlichkeit gilt in Estland als unhöflich.

Begrüßung: Ein Händedruck genügt.

Verhandlungen: In der Geschäftskultur Estlands werden Höflichkeit und Respekt erwartet. Aggressives, forderndes Auftreten wird ebenso als unangenehm empfunden wie zu viel Small Talk und häufiges Nachfragen. Zu aufwändige Präsentationen sind eher kontraproduktiv. Esten gelten als eher schweigsam, bei Verhandlungen sollte man sein Gegenüber nicht unterbrechen.

Tipps und Tabus: Die Esten sind stolz auf ihr Land, ihre Kultur und Geschichte. Daher sollte man eher den Landesnamen verwenden und den übergreifenden Begriff „Baltikum“ möglichst meiden. Auch das Verhältnis zu Russland eignet sich nicht zum Small Talk.

Quelle: Company Tip, Auswärtiges Amt

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