Das höchste Gebäude der Welt steht in Dubai: 828 Meter misst der Burj Khalifa. Das einzige spektakuläre Bauwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist der Mega-Wolkenkratzer aber nicht. Auch sonst glänzen die sieben Scheichtümer mit so manchem Superlativ.
Doch trotz aller Modernität und wirtschaftlichen Entwicklung: Traditionen spielen in den Emiraten eine große Rolle. Gerade der Islam durchdringt alle Lebensbereiche. Was das Geschäftemachen nicht immer einfach macht – zumindest nicht im Fastenmonat Ramadan. Zeit und Geduld gilt es mitzubringen. Und sollte ein arabischer Geschäftspartner mal vom Thema abkommen – nicht nervös werden! Das ist eher ein gutes Zeichen. Denn je mehr die Araber an der Person, die ihnen gegenüber sitzt, interessiert sind, umso mehr ergibt sich das Geschäft von allein.
Kleidung: Der Mann macht– angesichts der Temperaturen – in leichten Anzügen und mit Krawatte eine gute Figur. Für Frauen sind lange Kleider und Röcke, die deutlich über das Knie reichen, Pflicht. Sie sollten lieber zu viel als zu wenig anziehen. Unabhängig davon dürften es Frauen wegen der islamischen Traditionen in den Emiraten generell schwerer haben, Geschäfte zu machen.
Pünktlichkeit: Man sollte pünktlich zu den Geschäftsterminen erscheinen, umgekehrt aber nicht überrascht sein, wenn sich der Gesprächspartner mal etwas Zeit lässt.
Begrüßung: Die übliche Begrüßungsformel lautet „Salam Aleikum“ („Friede sei mit Dir“). Als Nicht-Moslem sollte man die Initiative zum Handeschütteln dem Gegenüber überlassen. Wobei stets die rechte Hand genutzt wird, die linke gilt als unrein.
Verhandlungen: Ohne Zeit und Geduld erreicht man nichts. Wichtig ist der Aufbau einer persönlichen Ebene.
Tabus: Themen wie Politik, Religion, Demokratie oder die Rolle und Rechte von Frauen sollten gemieden werden.