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Top-Tipps für Geschäftsreisen in den Iran

Auf welche Umgangsformen Sie bei Geschäftsreisen in den Iran achten sollten, lesen Sie hier.

19.08.2016, 09:00 Uhr
Wahrzeichen: Der Freiheitsturm in Teheran.
Foto: Thinkstock

Das nennt man wohl Goldgräberstimmung: Seitdem die UNO zu Beginn dieses Jahres die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran gelockert hat, wittern Unternehmen aus aller Welt das große Geschäft. Dutzende von Regierungs- und Wirtschaftsdelegationen haben das Land mittlerweile besucht, Kontakte aufgebaut und erste Abkommen unterzeichnet. Bislang wurden Absichtserklärungen über wirtschaftliche Projekte im Wert von mehr als 200 Mrd. US-Dollar unterzeichnet. Allein für Europa rechnet man mit einer Verdoppelung des bisherigen Handelsvolumens.

Ein Selbstläufer allerdings ist das Geschäft mit der Islamischen Republik Iran trotz solcher Summen und der damit verbundenen Aufbruchstimmung aber nicht. Das liegt unter anderem daran, dass die Wirtschaft des Iran überwiegend in den Händen des Staates sowie religiöser Stiftungen liegt – dieser Anteil liegt Schätzungen zufolge bei bis zu 80 Prozent. Die Religion durchdringt damit nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Wirtschaft, dies gilt es bei allen Geschäftsanbahnungen zu berücksichtigen. So sind zum Beispiel Geschäftsbesuche während der sogenannten Trauer- und Neujahrsfeiertage sowie während des Fastenmonats Ramadan sinnlos. Wer im Iran gute Geschäfte machen will, muss in jeden Fall ein Vertrauensverhältnis zum iranischen Partner aufbauen – ohne eine solche persönliche Beziehung geht es nicht.

Dos und Dont’s für Dienstreisen in den Iran

Kleidung: Männer sollten sich konservativ mit Anzug und Krawatte kleiden. Für Frauen empfehlen sich neben einem Kopftuch Kleider und Röcke, die über das Knie hinausgehen. Schminke, wenn überhaupt, nur dezent nutzen.

Pünktlichkeit: Das pünktliche Erscheinen zum vereinbarten Termin wird erwartet.

Begrüssung: Geschäftspartner geben sich die Hand. Wobei man auf keinem Fall dem anderen Geschlecht von sich aus die Hand geben sollte.

Verhandlung: Verhandlungen können langwierig sein. Zunächst gilt es, eine Vertrauensbasis aufzubauen.

Tabus: Meiden sollte man Themen wie Politik, Religion sowie die Rolle der Frau.

Quelle: Company Tip

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