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Umgangsformen in Kroatien

Der Mittelmeer-Anrainer ist 28. und jüngstes Mitglied der Europäischen Union. Welche Tipps und Tabus Sie auf Geschäftsreisen nach Kroatien beherzigen sollten, lesen Sie hier.

22.06.2016, 09:00 Uhr
Kroatiens Hauptstadt Zagreb hat ungefähr 800.000 Einwohner.
Foto: shutterstock

Seit dem 1. Juli 2013 gehört Kroatien der europäischen Staatengemeinschaft an. Wobei gerade der bilaterale Handel zwischen der früheren jugoslawischen Teilrepublik und Deutschland vom EU-Beitritt des Landes profitiert hat. Jedenfalls legten die deutschen Exporte in Richtung Kroatien nach mehrjähriger Stagnation 2014 um fast zwölf Prozent auf gut 2,5 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr zu.

Diese Entwicklung dürfte sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt haben. Dass deutsche Unternehmen zunehmend ein Auge auf Kroatien werfen, zeigt sich auch im Mitgliederzuwachs der Deutsch-Kroatischen Industrie- und Handelskammer: Der gehören mittlerweile mehr als 370 Unternehmen an. Deutschland zählt heute neben Italien, Slowenien, Österreich, Ungarn und Bosnien-Herzegowina zu den wichtigsten Handelspartnern des noch recht jungen Landes – schließlich erfolgte die Staatsgründung nach dem Zerfall Jugoslawiens erst vor 25 Jahren. Seit dem Beitritt zur EU hat das Land Zugriff auf erhebliche Mittel aus EU-Töpfen insbesondere für Infrastrukturmaßnahmen und Landwirtschaft, wovon am Ende auch deutsche Firmen als Geschäftspartner profitieren können. Wichtig für Unternehmen, die in Kroatien Geschäfte machen wollen: Viele Kroaten fühlen sich als Mittel- und nicht als Osteuropäer, schon gar nicht sehen sie ihr Land als Teil des Balkans.

Tipps und Tabus für Dienstreisen nach Kroatien

Kleidung: Männer machen in Anzug und Krawatte eine gute Figur. Frauen sollten bei Geschäftsterminen ein Kostüm tragen.

Pünktlichkeit: Pünktlichkeit wird gern gesehen, allerdings von den Gesprächspartnern selbst nicht immer eingehalten.

Begrüßung: Man begrüßt und verabschiedet sich mit Handschlag.

Verhandlungen: Für die Abwicklung von Geschäften sollte man genügend Zeit einplanen. Ausführliche Fragen nach dem Wohlbefinden und der Familie eröffnen die eigentlichen Verhandlungen.

Tipps und Tabus: Nicht ansprechen sollte man das faschistische Ustascha-Regime im 2. Weltkrieg und den jüngsten Jugoslawien-Krieg.

Quelle: Company Tip

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