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DB-Kundendaten aktuell nicht zu Amazon

Insbesondere Firmenkunden waren besorgt darüber, dass ihre sensiblen Daten in die USA gelangen. Nun hat es ein hochrangiges Treffen zwischen DB und VDR gegeben.

von Oliver Graue, 15.05.2017, 07:29 Uhr
Karina Kaestner, Leiterin Vertrieb Geschäftskunden bei der DB: „Keine DB-Kundendaten auf Amazon.“
Foto: DB

Die Deutsche Bahn belässt Kundendaten zunächst auf ihrem eigenen Server. „Wo und bei welchem Dienstleister wir sie nach dem Verkauf des Rechenzentrums lagern werden, ist noch nicht entschieden“, sagt Karina Kaestner, Leiterin Vertrieb Geschäftskunden bei der DB.

Vor einigen Wochen hatten Berichte für Wirbel gesorgt, die Bahn habe sich in einer Ausschreibung bereits für den US-Dienstleister Amazon entschieden. Deutsche Firmenkunden fürchteten daher um die Sicherheit ihrer Daten. Daraufhin hatte der Geschäftsreise-Verband VDR das Gespräch mit der DB gesucht, das nun in einer hochkarätig besetzten Runde geführt wurde.

Angst vor Datenweitergabe an US-Firmen

Besorgnis hatte vor allem die Tatsache ausgelöst, dass der dem amerikanischen Recht unterliegende Amazon-Konzern Anfragen von US-Behörden beantworten muss. Und gerade unter einem Präsidenten Donald Trump ist die Befürchtung in der deutschen Wirtschaft groß, dass dieser die sensiblen Daten der US-Konkurrenz zugänglich macht.

In dem Gespräch hat die Deutsche Bahn aber nun versichert, aktuell keine Kundendaten in eine Cloud auszulagern. „Wir prüfen derzeit lediglich verschiedene nationale wie internationale Dienstleister, um die durch den Verkauf des Rechenzentrums entstehende Kapazitätslücke zu kompensieren“, so Karina Kaestner. „Wir werden dabei ständig im Austausch mit dem VDR bleiben. Zudem stehen wir nicht unter Zeitdruck, da die DB-Server auch nach dem Verkauf weitergeführt werden.“

Derzeit lagert die Bahn reine Fahrplan-Daten bei Amazon. Das Schienenverkehrsunternehmen selbst baut zudem seine Vertriebsplattform um.

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