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Bei scharfen Grenzkontrollen weniger Züge ins Ausland

Bahnchef Rüdiger Grube hat vor gravierenden Folgen gewarnt, sollten an der deutschen Grenze wegen des Flüchtlingsandrangs scharfe Kontrollen eingeführt werden. Würden die Grenzen wieder streng überwacht, müsse der Konzern Verbindungen ins Ausland einstellen.

02.02.2016, 14:53 Uhr
DB-Chef Rüdiger Grube
Foto: Deutsche Bahn AG

„Die Freizügigkeit des Schengen-Abkommens ist die Grundlage unseres internationalen Zugverkehrs“, sagte Grube der „Bild“-Zeitung. Würden die Grenzen wieder streng überwacht, müsse die Deutsche Bahn Verbindungen ins Ausland einstellen. „Die dann anfallenden Kontrollen und Verzögerungen wären nicht tragbar.“ Ein Bahnsprecher ergänzte, die Bahn-Mitarbeiter seien zu Passkontrollen nicht befugt und auch nicht entsprechend ausgebildet.

Indes verlängert Dänemark die vorübergehenden Passkontrollen an den deutschen Grenzübergängen um weitere 20 Tage. Die Regierung ergreife die Maßnahme, weil sie notwendig sei, um eine „instabile Situation“ in Dänemark zu verhindern, sagte Integrationsministerin Inger Støjberg am Dienstag. Dänemark kontrolliert seit Anfang Januar stichprobenartig Pässe bei der Einreise. Damit hatte die Regierung auf die systematischen Kontrollen reagiert, die Schweden an der Grenze zu Dänemark eingeführt hatte. Verkehrsunternehmen sind seit dem 4. Januar verpflichtet, alle Passagiere in Zügen, Bussen und Fähren aus Dänemark zu überprüfen. Die schwedischen Kontrollen gelten vorerst bis zum 8. Februar. (dpa)

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