DB-Führungswechsel

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Richard Lutz übernimmt

Sechs Wochen nach dem überraschenden Rücktritt Rüdiger Grubes soll beim Bundeskonzern Deutsche Bahn wieder Ruhe einkehren. Die Weichen dafür werden in den nächsten Tagen gestellt.

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20.03.2017, 10:34 Uhr
Richard Lutz
Foto: Deutsche Bahn AG

Die rund 300.000 Beschäftigten der Deutschen Bahn bekommen in dieser Woche einen neuen Chef. Finanzvorstand Richard Lutz soll den Vorstandsvorsitz übernehmen. Der Bund als Eigentümer der Bahn schlug den 52 Jahre alten Betriebswirt dem Aufsichtsrat vor. Die Wahl von Lutz ist für Mittwoch (22. März) geplant. Schon am nächsten Tag hat er dann voraussichtlich seinen ersten Auftritt als Bahnchef: Der Bundeskonzern legt seine Bilanz für 2016 vor. Nach einem Verlustjahr kehrte die Bahn zuletzt wieder in die schwarzen Zahlen zurück.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) empfahl den Vertretern der Anteilseigner am Samstag im Bahn-Aufsichtsrat die Wahl von Lutz zum Vorstandschef.

Neben der Ernennung des Managers steht nach dpa-Informationen nun auch ein Umbau des Konzernvorstands auf dem Programm. Die Bahn-Tochter für den kriselnden Schienengüterverkehr in Deutschland, DB Cargo, könnte ein eigener Bereich werden – ebenso das Thema Digitalisierung. Wer diese Posten übernimmt, ist noch offen.

Zum Vorstand gehören bisher Ulrich Weber (Personal), Berthold Huber (Personenverkehr) und Ronald Pofalla (Infrastruktur). Der frühere Kanzleramtsminister Pofalla wäre selbst gern Bahnchef geworden, kam aber nicht zum Zug, weil Union und SPD sich im Bundestagswahljahr keine Mauschelei-Vorwürfe einhandeln wollen. Allerdings will Bundesverkehrsminister Dobrindt neben der Berufung des neuen DB-Vorstandsvorsitzenden auch die Verträge der Vorstände Pofalla und Huber vorzeitig um fünf Jahre verlängern.

 
 
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