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Kritik an der Doppelfunktion von Richard Lutz

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kritisierte mit Blick auf die Personalie Lutz, dass dieser zumindest übergangsweise sowohl Vorstandschef als auch weiter Finanzchef sein solle. „Auch hätten wir uns gewünscht, dass sein Name nicht so schnell öffentlich wird, ehe nicht alle Beteiligten im Aufsichtsrat informiert sind“, hieß es von den Arbeitnehmern. Bei der internen Vorentscheidung für den Bahnchef überlasse man der Kapitalseite aber in der Regel das Vorschlagsrecht.

Amtsinhaber Rüdiger Grube war im Januar im Streit um eine Vertragsverlängerung überraschend zurückgetreten. Zuvor hatte er die Trendwende in der Konzernbilanz angekündigt. Bei der Zahlenvorlage am Donnerstag wird das Unternehmen einen Betriebsgewinn von knapp zwei Milliarden Euro ausweisen, wie aus dem Umfeld der Bahn verlautete. Das entspräche einem Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

2015 hatte der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) knapp 1,8 Mrd. Euro betragen, unterm Strich drückten Abschreibungen für den Schienengüterverkehr und Konzernumbau das Ergebnis aber ins Minus. Damit wird diesmal nicht gerechnet. Der Umsatz wuchs 2016 auf die Rekordsumme von 40,6 Mrd. Euro (2015: 40,4 Mrd Euro).

Der Schienengüterverkehr in Deutschland bleibt unter Druck, während sich das Geschäft mit ICE- und Intercity-Fahrten stabilisierte. Streiks, Unwetter und die Fernbus-Konkurrenz hatten 2015 Einbußen gebracht. Marktanteile verlor die Bahn im Regionalverkehr. (dpa)

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