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IC fährt mit hoher Geschwindigkeit auf Betonteile

Mit hoher Geschwindigkeit hat ein Schnellzug im Raum Essen Betonteile gerammt, die auf den Schienen lagen. Der Intercity war auf dem Weg von Jena nach Düsseldorf mit etwa 120 Stundenkilometern unterwegs, als er auf die Bruchstücke fuhr.

21.12.2015, 15:56 Uhr

Der Zugführer leitete am Sonntagabend eine Schnellbremsung ein. Das Triebfahrzeug habe mit einem Teil der Radreifen kurzzeitig den Kontakt zu den Schienen verloren, hieß es am Montag in einer Mitteilung der Bundespolizei. Die Betonteile seien rechts und links wie Geschosse davon geschleudert worden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sie absichtlich auf der Strecke platziert wurden. Unbekannte hätten vermutlich von einer eingestürzten Steinwand in der Nähe größere Teile auf die Schienen gelegt.

Aufgrund der Beschädigungen konnte der IC die Fahrt nicht fortsetzen. 80 Reisende saßen zwei Stunden in dem Zug fest. Feuerwehrleute und Polizisten halfen ihnen, den Zug zu verlassen. Sie reisten mit Bussen und Taxis weiter. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Bereits vier Tage zuvor hatten Unbekannte an derselben Stelle Schottersteine, sowie Betonklötze und einen Tretroller auf die Gleise gelegt. Ein Zug rammte die Gegenstände. Laut Polizei wurden mehrere Jugendliche in der Nähe beobachtet. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und prüft dabei auch, ob die beiden Taten in einem Zusammenhang stehen. (dpa)

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