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Debit-Card

01.02.2012, 20:46 Uhr

Schon bei 1000 Firmen im Einsatz

von Oliver Graue

Die als Reaktion auf die Lufthansa-Kreditkartengebühr von Airplus entwickelte Debit-Card ist dem Unternehmen zufolge ein voller Erfolg.

Foto: PR

Anders als bei "normalen" Reisestellenkarten fällt bei der Bezahlung des Flugtickets mit Debit-Cards keine Kreditkartengebühr an. Eine entsprechende Vereinbarung hat Airplus mit seiner Unternehmensmutter Lufthansa geschlossen. Zahlen Unternehmen hingegen mit ihrer Firmenkreditkarte, werden 5 bis 18 Euro Gebühren pro Ticket fällig. Beim Debit-Card-Einsatz entfällt diese sogenannte "Optional Payment Charge", wie Lufthansa sie nennt. Im Gegenzug zahlen die Airlines ein deutlich geringeres Disagio.

"Wir sind von der sehr guten Nachfrage nach den Karten höchst erfreut", sagt Airplus-Chef Patrick Diemer. Bei den 1000 bisherigen Kunden handelt es sich größtenteils um mittelständische Betriebe, "für die die Lufthansa-Kreditkartengebühr sofort fällig geworden ist", so der Manager. Da inzwischen auch Firmenraten mit der Gebühr belegt werden, rechnet Diemer damit, dass zunehmend auch Großunternehmen die Debit-Card einführen werden.

Nachteil der Karte: Das Geld wird sofort bei Buchung des Tickets fällig. Wer dennoch ein Zahlungsziel wünscht, muss sich dieses mit zwölf Cent pro Tag erkaufen. Die Gratis-Vereinbarung besteht derzeit nur mit Lufthansa, mit anderen Airlines sei das Neu-Isenburger Unternehmen jedoch im Gespräch.

Diemer kritisierte, dass die von den Airlines erhobene Gebühr die Kosten des Disagio oft bei weitem überstiege. Damit verdienten die Fluggesellschaften Geld an der neuen Gebühr. Er, so Diemer, warte hoffnungsvoll ein noch ausstehendes Urteil der Europäischen Union zu dieser Frage ab.

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