Dehoga

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Erfolge im Kampf gegen falsche Sterne

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) vermeldet erste Erfolge im Kampf gegen gefälschte und abgelaufene Hotelsterne. So ermittelte die Dehoga mithilfe eines Datendienstleisters bereits weit über tausend Verstöße.

17.05.2017, 11:21 Uhr
Wer mogelt mit gar nicht vergegeben Sternen? Schon 1228 Missbrauchsfälle wurden in Deutschland entdeckt.
Foto: GettyImages

Seit dem vergangenen Herbst scannt der Bonner Datendienstleister B2B Smart Data im Auftrag der Dehoga die Web-Auftritte von Hotels auf unberechtigt gezeigte Sterne. Die Websites von 21.000 Hotels sollen weiterhin regelmäßig gescannt werden. Gesucht wird dabei nach unberechtigten Sternen in Texten auf den Seiten, in Meta-Tags sowie auch in Bildern. Jetzt gab die Dehoga einige Zahlen zu ermittelten Verstößen bekannt.

Die Dehoga ermittelte bisher 1228 Fälle (6,0 Prozent), in denen unberechtigterweise mit Sternen geworben wurde. Die Betriebe wurden aufgefordert, sich offiziell klassifizieren zu lassen oder die Werbung einzustellen. In 28,1 Prozent der Fälle sei eine Klassifizierung erfolgt, in 39,5 Prozent der Fälle wurden Sterne entfernt. Bei 11,7 Prozent sah die Dehoga von einer Rechtsverfolgung ab. 20,7 Prozent der Fälle wurden zur Klärung an die Wettbewerbszentrale weitergeleitet.

Nach Angaben der Klassifizierungsgesellschaften sind in 110 Fällen strafbewehrte Unterlassungserklärungen seitens der betroffenen Hotels abgegeben und in 43 Fällen Klage bei den zuständigen Gerichten eingereicht worden. 78 Fälle befänden sich noch in der Bearbeitung, 23 seien eingestellt worden.

Im vergangenen Jahr hatte ein Bericht in der Fernsehsendung „ZDF zoom“ für Aufsehen gesorgt, der nachwies, dass in einer Stichprobe von tausend Hotels ein Viertel mit unberechtigen Sternen warb (fvw.de berichtete). Hotels dürfen in Deutschland nur mit Hotelsternen werben, wenn sie ihnen nach Überprüfung von einer neutralen Stelle verliehen wurden. Die Teilnahme an der Deutschen Hotelklassifizierung ist freiwillig. (MEF)

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