Deutsche Bahn

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Abschied von Touch & Travel

Die Deutsche Bahn beendet ihren mobilen Ticket-Service Touch & Travel. Die Zahl der Nutzer war letztlich zu gering. Die mobile Bezahltechnik verschwindet allerdings nicht vollständig.

23.03.2016, 16:01 Uhr

Ende des Jahres ist Schluss, dann nimmt die Deutsche Bahn (DB) ihr Handy-Ticket Touch & Travel vom Markt. Zuletzt hatten etwa 100.000 Bahnfahrer den Service genutzt. Zu wenig für ein lukratives Geschäftsmodell. Die mobile Bezahltechnik verschwindet allerdings nicht vollständig, sie soll nun Verkehrsverbünden als möglicher Bestandteil von deren Smartphone-Anwendungen angeboten werden.

2007 hatte die Bahn Touch & Travel ins Leben gerufen. Bei der Check-in-/Check-out-Lösung konnten Bahnfahrer über ihr Handy den Fahrschein an speziellen sogenannten Touchpoints direkt am Bahnsteig lösen. Am Zielort musste sich der DB-Kunde dann wieder entsprechend abmelden. Das System ermittelte dann automatisch den für die jeweilige Strecke günstigsten Fahrpreis. Basis der Anwendung bildete zunächst die sogenannte Near Field Communication (NFC), eine Funkwellen-Technik, die auf wenige Zentimeter Entfernung funktioniert. Später kamen GPS-Ortung und eine Smartphone-App hinzu.

Zum Durchbruch verhalf Touch & Travel keine dieser Technologien. Die Anwendung blieb immer auf eine überschaubare Zahl von DB-Kunden beschränkt. Daher verabschiedet sich die Bahn von dem Ticketsystem als eigenständige Lösung und offeriert es anderen Anbietern künftig als Modul für deren Ticket-Apps. (MAJ)

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