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Bahn-Funknetz hat Lücken

Das digitale Funknetz der Deutschen Bahn, mit dem Notrufe an Lokführer abgesetzt werden können, ist nicht lückenlos. Dennoch sieht die Bahn keine Sicherheitslücken auf den Strecken.

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25.02.2016, 17:47 Uhr
Auf einigen Kilometern sind die Lokführer nicht über den Notfallfunk erreichbar.
Foto: Deutsche Bahn AG

Die Deutsche Bahn hat bestätigt, dass das digitale Funktnetz des Unternehmens Lücken hat. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) habe aber bestätigt, dass kein Bahnunfall bekannt sei, der auf Mängel bei der Funkverbindung zurückzuführen wäre, sagten Bahnsprecher in Stuttgart und Berlin.

Nach dem Zugunglück im bayerischen Bad Aibling wurde spekuliert, dass ein Notruf des Fahrdienstleiter möglicherweise die beiden Lokführer wegen eines Funklochs nicht erreicht hat. Das hat sich bislang nicht bestätigt. Die Ermittlungen zur Aufklärung der Unglücksursache wurden aber auf diesen Aspekt ausgeweitet.

Das digitale Funknetz GSM-R ist nach Angaben des Berliner Bahnsprechers entlang von rund 29.000 Kilometern des insgesamt 33.000 Kilometer langen Streckennetzes installiert. Bei mehr als 99 Prozent der GSM-R-Strecken funktioniere der Funkempfang. Gebe es eine Störung, benutzten Fahrtdienstleiter und Lokführer stattdessen den öffentlichen Mobilfunk. In den Langsamfahrstellen-Verzeichnissen der Bahn sei ausgewiesen, an welchen Stellen dies der Fall sei.

Auf diese Verzeichnisse berufe sich offensichtlich der Südwestrundfunk (SWR), der von 52 Funklöchern auf insgesamt fast 60 Kilometern Strecke berichtet hatte. Der Bahnsprecher sagte, für all diese Stellen gebe es jeweils mit dem EBA abgestimmtes Verfahren, je nach Länge und Tempo, mit dem sie von Zügen überfahren werden. Kurze Abschnitte von wenigen Metern ohne Funkverkehr seien meist unbedenklich. Bei längeren Abschnitten müsse auf den öffentlichen Mobilfunk umgestellt werden.

 
 
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