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Eigene Busflotte soll kräftig wachsen

Wie will die Bahn der wachsenden Konkurrenz durch die Fernbusse trotzen? Noch am Montag sollen wir mehr erfahren. Bis dahin gibt es bereits Spekulationen über eine Vergrößerung der eigenen Busflotte.

20.02.2015, 12:51 Uhr
Die Bahn soll in den konzerneigenen IC Bus investieren wollen.
Foto: Deutsche Bahn AG

Am kommenden Montag lädt die Bahn ein, um ihre neue Fernbus-Strategie vorzustellen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, plant der Konzern, das Streckennetz der eigenen Fernbuslinien IC Bus und Berlin Linienbus deutlich auszuweiten und den Marktanteil der Linien von bislang zehn Prozent mindestens zu verdoppeln.

Die Bahn gehört in diesem Markt selbst zu den vier größten Anbietern. Laut Bahn-Chef Rüdiger Grube hat die Konkurrenz durch Fernbusse das Bahn-Ergebnis 2014 mit 120 Mio. Euro belastet. Der Druck ist groß: Anfang Januar hatten sich die beiden führenden Anbieter MFB Mein Fernbus und Flixbus zusammengeschlossen. Sie streben in diesem Jahr mindestens 18 Mio. Fahrgäste an.

Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ermuntert die Bahn angesichts wachsender Konkurrenz der Fernbusse, selbst auf der Straße in die Offensive zu gehen. „Ich kann der Bahn nur raten, sich diesem Wettbewerb aktiv zu stellen und eigene Fernbuslinien weiter auszubauen“, sagte der CSU-Politiker dem Magazin „Focus“.

Zugleich solle der bundeseigene Konzern mit „guten Angeboten“ bei seinen ICE und Intercitys auf die Busse reagieren. Dazu gehörten etwa kostenloses Drahtlos-Internet und neue Kundenbindungsprogramme.

Der Fahrgast-Verband Pro Bahn forderte eine „angemessene Maut“ für Fernbusse, um einen sinnvollen Wettbewerb mit Zügen zu ermöglichen, die Trassengebühren zahlen müssen. Dobrindt bekräftigte dagegen im „Focus“: „Es gibt in meinem Haus keine Pläne zur Einführung einer Fernbus-Maut.“ (ASC/dpa)

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