Deutsche Bahn

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Kartellamt sieht Wettbewerb verzerrt

Vorwürfe gegen die Bahn: Das Bundeskartellamt sieht einem Zeitungsbericht zufolge seinen Verdacht bestätigt, dass der Konzern seine Konkurrenten beim Fahrkarten-Verkauf benachteiligt.

11.03.2016, 10:29 Uhr
Bislang verkauft die Bahn nur eigene Fahrkarten an Bahnhöfen.
Foto: DB AG/Hans-Joachim Krumnow

Die Wettbewerbsbehörde beanstande in einem Zwischenbescheid, dass die Bahn für den Verkauf von Tickets ihrer Wettbewerber eine weit höhere Vergütung verlange als sie umgekehrt für den Vertrieb von DB-Fahrkarten bezahlt, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Ein Bahnsprecher konnte dazu am Donnerstagabend zunächst keine Angaben machen.

Das Kartellamt hat vor gut zwei Jahren den Fahrkarten-Verkauf der Bahn ins Visier genommen. Dabei gingen die Wettbewerbshüter auch der Frage nach, warum Konkurrenten der Bahn ihre Fahrkarten nicht an den Bahnhöfen verkaufen können. Inzwischen habe die Bahn Zusagen für Änderungen gemacht, sagte Kartellamtssprecher Kay Weidner auf Anfrage. Diese Zusagen und Stellungnahmen der Wettbewerber würden jetzt geprüft. Eine gewisse Spreizung sei zwar hinzunehmen, schreibt die Beschlussabteilung des Kartellamts der „FAZ“ zufolge. Die derzeit „praktizierte Differenzierung der Provisionssätze“ sei aber als Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht zu werten. (dpa)

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