Deutsche Bahn

(0)

Nahverkehrskonzern Transdev will DB verklagen

Der französische Nahverkehrskonzern Transdev wirft der Deutschen Bahn vor, vertraglich vereinbarte Leistungen nicht zu erfüllen. Er verlangt deshalb Schadensersatz in Höhe eines sechsstelligen Euro-Betrages.

24.03.2016, 14:30 Uhr
Bei der Klage geht es um die Infrastruktur der Bahn.
Foto: Deutsche Bahn AG

Die Klage soll in der kommenden Woche beim Landgericht Augsburg eingereicht werden. „Es ist ein Fehler im System, dass DB Netz ihre vertraglich geschuldete Leistung einfach nicht erbringt und meint, dafür nicht schadensersatzpflichtig gemacht werden zu können“, sagte Transdev-Deutschland-Chef Christian Schreyer der „Wirtschaftswoche“.

Die Schienennetzsparte der Bahn schließe in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus, für Schäden aufzukommen, die den Nahverkehrsbahnen etwa durch Verspätungen aufgrund von Mängeln an der Infrastruktur entstehen. „Transdev strebt zur Frage, ob DB Netz haftbar gemacht werden kann, wenn vertraglich vereinbarte Leistungen nicht erbracht werden, ein gerichtliches Grundsatzurteil an“, teilte die deutsche Tochter des Konzerns auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Bundesländer, die den Personenverkehr auf der Schiene bestellen, legen den Nahverkehrsbahnen regelmäßig hohe Vertragsstrafen auf, wenn diese die vereinbarte Pünktlichkeit nicht erreichen.

Die Bahn erklärte, die über die Medien angekündigte Klage rechtlich bewerten zu wollen, sobald sie dem Konzern vorliege. Schon jetzt stehe aber fest, dass es sich bei dem Vorwurf um einen Aspekt handele, „der sich aus dem Vertragsverhältnis zwischen Eisenbahnverkehrsunternehmen und Bestellerorganisation ergibt – nicht aber mit der Bahntochter DB Netz AG“, sagte ein Sprecher. Unabhängig davon leiste die DB Netz AG bereits heute bei Qualitätsproblemen einen finanziellen Ausgleich an die Eisenbahnverkehrsunternehmen. Umgekehrt zahlten die Nahverkehrsunternehmen an die DB Netz AG, wenn etwa durch Fahrzeugstörungen Verspätungen in das System getragen werden. (dpa)

Weitere Business Travel-News

Istanbul
(0)

Tote bei Explosionen am Flughafen

Am Istanbuler Atatürk-Flughafen hat sich offenbar ein Terroranschlag ereignet. Mehrere Medien berichten von Explosionen und von Schüssen. Mindestens 28 Menschen sollen getötet worden sein. Es gibt zahlreiche Verletzte. mehr

 

Mindestlohn
(0)

Erhöhung von vier Prozent

Der staatlich festgelegte deutsche Mindestlohn wird sich nächstes Jahr auf 8,84 Euro erhöhen. Das legte die Mindestlohn-Kommission fest. Der Dehoga beklagt den erneuten Eingriff in die Tarifautonomie. mehr

 

Großbritannien
(0)

Skyscanner registriert höhere Flugnachfrage

Das Brexit-Referendum hat womöglich nicht nur negative Effekte. Die Flugbuchungen von Reisenden in Richtung Großbritannien ziehen momentan stark an. mehr

 

Frankreich
(0)

Bade-Polizisten werden bewaffnet

Vermehrte terroristische Anschläge führen zu zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. Polizisten im Rettungsschwimmer-Einsatz an den französischen Küsten sollen in diesem Sommer am Strand Waffen tragen. mehr

 
© 2016 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media