Deutsche Flughäfen

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Angst vor dem Schengen-Aus

Der deutsche Flughafen-Verband ADV warnt vor einer möglichen Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Europa wegen der Flüchtlingskrise. Dies hätte gravierende negative Folgen.

04.02.2016, 08:26 Uhr
Zusätzliche Grenzkontrollen von Reisenden aus Schengen-Ländern würden auch am Düsseldorfer Flughafen zu Mehrbelastungen führen.
Foto: Flughafen Düsseldorf

„Nicht auszudenken wäre es, wenn die Schengen-Übereinkunft zur Disposition gestellt würde“, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Rund 50 Mio. Schengen-Fluggäste müssten dann pro Jahr bei der Einreise einer Grenzkontrolle unterzogen werden.

Nach ADV-Schätzungen könnten in der Folge 10 bis 30 Prozent der betroffenen Flüge, je nach Flughafen, Tag und Uhrzeit, gestrichen oder verlegt werden, um eine einigermaßen geordnete Abwicklung sicherzustellen.

Zuvor hatten schon französische Experten gewarnt, neue Grenzkontrollen könnten wegen der Beeinträchtigungen für die Wirtschaft langfristig mehr als 100 Mrd. Euro kosten.

Das Schengener Abkommen legte den Grundstein für offene Grenzen zwischen einigen europäischen Ländern. Wegen der Flüchtlingskrise haben mehrere Länder aber vorübergehend wieder Grenzkontrollen eingeführt – darunter auch Deutschland. (dpa)

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