Vier T-Shirts, vier Unterhosen, vier Paar Socken, dazu der Laptop und "meine ganzen elektronischen Geräte": Wenn Paul Kalkbrenner reist, ist sein Kofferinhalt fast immer derselbe. "Mein Handgepäck wiegt exakt 19,2 Kilogramm", erzählt der 33 Jahre alte Top-DJ aus Berlin.
Und die darf er auch nur deshalb mit in die Kabine nehmen, weil er grundsätzlich in der Business Class fliegt und zusätzlich über den Senator-Status verfügt. Was nicht verwundert bei mehr als 130 Konzertreisen im Jahr. Ob Ungarn, Istanbul, Leipzig oder Mexiko: Kalkbrenner tritt weltweit in den ganz großen Clubs und bei Open-Air-Festivals auf.
Bis zu 10.000 Besucher sind nicht selten. Star-Privilegien kennt er dennoch nicht. Nur ans Hotel stellt der Mann, der 2008 im Kinofilm „Berlin Calling“ die Hauptrolle spielte, klare Bedingungen: „Eine Sitzecke im Zimmer muss ebenso sein wie WLAN fürs Internet, ein 24-Stunden-Room-Service und Late-Check-out“, sagt er. „Dann ist alles gut.“ Und am liebsten bucht er als Unterkunft ein historisches Haus, mit schweren Vorhängen und Teppichen. Designhotels mag er nicht: „Die sehen immer aus wie Ikea für Reiche.“
Paul Kalkbrenner ist neben Sven Väth und Paul van Dyk ein deutscher Top-Star der internationalen Electro-Szene. Fast das gesamte Jahr hindurch ist der 33-jährige Wahlberliner auf Clubtour zwischen Europa, den USA und Südamerika. immer dabei sind sein Rechner und das Mischpult, mit denen er seine Elektroklänge erzeugt.