Best Western

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Direkte Schnittstelle zu Google Places

Die Hotelkette Best Western prescht vor und baut eine direkte Schnittstelle zu Google Places auf. Noch läuft das Projekt als Test.

von Sabine Pracht, 14.09.2011, 13:46 Uhr
Carmen Dücker ist Chefin E-Business und Marketing Touristik bei Best Western.
Foto: PR

Klammheimlich hat Best Western einen neuen Vertriebskanal geöffnet. Testweise verschafft sich die Hotelkette einen direkten Zugang zu den so genannten Hotel Price Ads von Google. Damit sind einzelne Hotels, vorerst einige Häuser in Amerika, über Google Maps, Google Places und den künftigen Hotelfinder direkt buchbar. Bisher nutzen vor allem Mittler das Google-Angebot, um Preise ihrer Partner-Hotels zu listen und zu vermarkten. Best Western gehört in der Hotellerie damit zu den Vorreitern. Bei Hoteliers ist Google Places nicht unumstritten, da die Kosten für die Listungen einzelner Hotels als hoch eingeschätzt werden. Wie bei solchen Modellen üblich, zahlt der Leistungsträger an Google nicht pro Buchung, sondern pro Klick auf den hinterlegten Link.

Daher will auch Best Western zunächst testen, wie sich Buchungen und Kosten für diesen neuen Kanal entwickeln. „Inwiefern Google von Gästen als Buchungstool für Hotels aber auch Airlines künftig genutzt wird, bleibt abzuwarten“, sagt Carmen Dücker, bei Best Western für E-Business und Marketing Touristik zuständig. Doch sie hat ein klares Ziel vor Augen: „kein Geschäft an teurere oder externe Portale zu verlieren und Buchungsanfragen wieder auf die eigenen Buchungsseiten zu lenken“. Sprich: Laufen die Kosten für den Vertrieb über Google aus dem Ruder, weil die Buchungsrate nach ein paar Monaten zu gering ist, wird die Verbindung wieder abgetrennt.

Ob mit oder ohne Google für Dücker ist klar: „Mittelfristig wird es durch diese Entwicklung wieder anspruchsvoller und auch teurer, direkte Webseitenbesucher zu gewinnen. Und wer das Spiel mitspielen will, wird auch entsprechende Vermarktungskosten in Kauf nehmen müssen.“ Doch die Kosten im Blick, werde Best Western „nicht um jeden Preis“ mitmachen.

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