Dossier Maschinen- und Anlagenbau (Teil 2)

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Travel Management bei Arburg

Seit fast 60 Jahren stellt Arburg Spritzgießmaschinen für Kunststoff her. Kunden hat der Familienbetrieb weltweit. Dienstreisen werden intern gebucht.

von Oliver Graue, 22.09.2015, 09:15 Uhr
Travel Manager Martin Benzing vor einer Spritzgießmaschine "Allrounder".
Foto: Arburg

Die „erste Arburg" war eigentlich für interne Zwecke entwickelt worden: Karl Hehl, einer der beiden damaligen Firmenchefs, konzipierte und baute die Maschine, um mit ihrer Hilfe Blitzlichtkontakte mit Kunststoff umzuspritzen. Heute, fast 60 Jahre später, ist das Unternehmen im Schwarzwald-Örtchen Loßburg einer der weltweit führenden Hersteller von Spritzgießmaschinen. Zehntausende dieser Apparate hat es seither hergestellt, und zu den Kunden von Arburg gehören Weltkonzerne. Mit den Spritzgießmaschinen made in Schwaben fabrizieren sie Kunststoffteile aller Art, vom Joghurtbecher über Eiskratzer und LED-Optiken im Auto bis zum medizinischen Implantat.

Produktion im Schwarzwald

Produziert wird ausschließlich am Hauptsitz in Loßburg. Wer als Besucher einen Überblick über die Produkte gewinnen will, der findet im Kundencenter gleich hinterm Eingang Dutzende der großen grün-gelben Maschinen. Und nur wenige Schritte entfernt zeigt ein kleines Museum, welche Entwicklung die Allrounder – so heißen die Maschinen – von ihrer „Geburt“ 1956 bis heute genommen haben.

Schlank, offene Türen und alles aus einer Hand: Wenn Martin Benzing erzählt, dann fallen diese Begriffe immer wieder. Sie sind Philosophie – „und Basis unserer Qualitätsansprüche“,sagt Benzing, der sich als Gruppenleiter Sozialwesen auch um die Mobilität der schwäbischen Firma kümmert. Wann immer möglich, nimmt man die Dinge selbst in die Hand. Das gilt auch fürs Travel Management. „Vor gut zehn Jahren haben wir alles, was mit Mobilität zu tun hat, in der Personalabteilung zusammengeführt“, berichtet Benzing: „So bleibt der Prozess schlank, und zeitaufwendige Absprachen mit anderen Abteilungen entfallen.“ Zum Segment zählen der in Eigenregie verwaltete Fuhrpark, die fast täglich stattfindenden Schulungen im Haus, Abendveranstaltungen im Kundencenter, Messeevents mit bis zu 6.900 Besuchern und natürlich die Geschäftsreisen.

Arrangement mit ÖPNV

Das Leitmotto „Do it yourself “ gilt dabei immer: Reiseleistungen werden nicht nur selbst eingekauft, sondern auch selbst gebucht – und zwar über den eigenen Anschluss ans globale Reservierungssystem. „Wir haben unseren Reisebüro-Schalter direkt im Haus“, sagt Benzing und lächelt. Dort werden auch Aufgaben wie die Visumbeantragung erledigt.

Und für die Verkehrsmittel gilt: „Erste Wahl sind unsere Pool-Fahrzeuge. Nur wenn keine frei sind oder ihr Einsatz nicht sinnvoll ist, kommt der Mietwagen oder der eigene PKW ins Spiel.“ Darüber hinaus unterhält Arburg ein Arrangement mit den örtlichen Busbetreibern: Die „Umweltjahreskarten“ für die Mitarbeiter gelten bis in die nächstgrößere Stadt Freudenstadt. „Auch auf diese Weise sparen wir Geld“, sagt Benzing.

Sehr frühzeitige Flugbuchung

Bei Überseereisen bucht Arburg vor allem Umsteigeflüge ab Stuttgart etwa über Paris, Amsterdam oder Madrid – was zumeist deutlich günstiger und nicht unbequemer als die Fahrt nach Frankfurt ist. Viel Wert legt Benzing zudem darauf, dass möglichst früh gebucht wird: Derzeit sind es im Durchschnitt 33 Tage vor Abflug. „Wir haben viele feste Termine wie Messen – und die stehen oft lange vorher fest.“

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