Dossier Maschinen- und Anlagenbau (Teil 3)

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MICE-Tipps für Seoul, Hangzhou und Taipeh

Wissen für Travel Manager und Gechäftsreisende.

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22.09.2015, 09:20 Uhr
Taiwan: Chiang-Kai-Shek-Gedächtnishalle
Foto: Thinkstock

Tagungs-Tipp Seoul

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Südkorea sind eng – politisch wie wirtschaftlich. So stellt der Tigerstaat für deutsche Firmen den drittgrößten Absatzmarkt in Asien dar. Umgekehrt ist Deutschland wichtigster Handelspartner Koreas in Europa. Dabei hat das Land eine erstaunliche Entwicklung hinter sich: Von einem der ärmsten Staaten der Welt mauserte es sich binnen weniger Jahrzehnte zur zwölftgrößten Volkswirtschaft. Exportiert werden Chemie, Halbleiter, Maschinen, Stahlwaren, PKW und Schiffe. Anders als Deutschland ist Korea nach wie vor getrennt: Der kommunistische Norden ist erbitterter Feind.

Allgemein: 25 Mio. Menschen leben in Seoul und seinen Satellitenstädten – fast die Hälfte der Südkoreaner.

Flughafen: Liegt in Incheon, 52 km bis Seoul. Der Express Train der Arex benötigt 43 Minuten. Fahrpreis: 12 Euro.

Airlines: Ab Deutschland fliegen Korean Air, Asiana Airlines und Lufthansa direkt und täglich ab Frankfurt. Korean hat gerade eine neue Business Class eingeführt.

Einreise: Für Südkorea genügt der noch mindestens sechs Monate lang gültige Reisepass. Vier- und Fünf-Sterne-Hotels sind vergleichsweise teuer, es gibt jedoch viele gute und preisgünstige Alternativen. Kriminalität ist im Land so gut wie unbekannt.

Bummeln: Mit futuristischer Architektur hat sich Seoul zum Ess- und Einkaufsparadies entwickelt: Bis spät in die Nacht bummeln Teenager durch Kaufhäuser und Textilmärkte auf der Suche nach möglichst schrillen T-Shirts und bunten Turnschuhen. Nachmachen!

Kultur: Trotz aller Zerstörungen durch Japan von 1910 bis 1945 und durch den Koreakrieg hat sich Seoul einige Schätze seiner Vergangenheit erhalten. Herzstück ist der Gyeongbokgung – der erste und größte von fünf Königspalästen. Besonders schön ist er nachts, wenn er von allen Seiten angestrahlt wird. Stille mitten im Großstadttrubel herrscht in den buddhistischen Tempeln. Betend knien die Gläubigen vor meterhohen goldenen Buddha-Statuen.

Hip: Im einstigen Künstlerviertel Insadong finden sich Hunderte kleiner, gemütlicher Restaurants und Garküchen. Für wenig Geld lassen sich Spezialitäten wie die Teigtaschen Mandu, der Pfannkuchen Pajeon oder die kandierte Süßkartoffel Goguma Mattang probieren. Gesund und absolut hygienisch!

MICE: Hilfe bei der Planung von Konferenzen und Events: http://german.visitkorea.or.kr

Business-Ziel Hangzhou

Sie ist nicht nur eine der Wiegen der chinesischen Zivilisation: Hangzhou, ganz im Osten des Landes gelegen, schreibt sich viele Superlative auf die Brust. Als „beste touristische Stadt Chinas“ wurde die Acht-Millionen-Einwohner-Metropole von der UNO ausgezeichnet, und Forbes tituliert sie als „erfolgreichste Handelsstadt Chinas". Die größte Textilfabrik Chinas ist ebenso in Hangzhou beheimatet wie der Internet-Riese Alibaba (das chinesische Pendant zu Google). Wie in Deutschland dominieren aber kleinere und mittlere Betriebe. Als MICE-Ziel qualifiziert sich Hangzhou auch durch ihre Lage: Die UNO hat den 500 Hektar großen Westsee mit seinen 60 Sehenswürdigkeiten 2011 zum Weltkulturerbe erklärt.

Anreise: Direktflüge ab Deutschland gibt es nicht. Umsteigen etwa in Peking, Xi’an, Hongkong, Singapur oder Seoul. Zug ab Schanghai ca. 45 Minuten. Für die Einreise nach China ist ein Business-Visum nötig.

Hotels/Meetings: Über 500 Hotels, darunter internationale Marken, meist mit viel Tagungskapazität. Preise vergleichsweise niedrig.

Infos: www.micehangzhou.com/en

Westsee: Die Hauptattraktion der Stadt gilt als einer der schönsten Seen der Welt. Prägend sind die drei kleinen Pagoden mitten im Wasser, die in China als Symbol der Seele gelten und auf dem 1-Yuan-Schein abgebildet sind. Kleine Inseln, Gärten, Pagoden, Pavillons und Bogenbrücken laden zum Entdecken ein. Als MICE-Trip bietet sich eine Schiffstour mit anschließendem Besuch des prämierten Louwailou-Restaurants an.

Tee: In Hangzhou wird der berühmteste grüne Tee Chinas angebaut, der Drachenbrunnentee (Longjing). In Gruppen von bis zu 40 Personen können Teeplantagen besichtigt werden – samt Verkostung und typischer Teezeremonie. Im Frühling können Besucher bei der Ernte selbst anpacken.

Hu-Qingyu-Apotheke: In der historischen Fußgängerzone Qinghefang befindet sich die 1874 eröffnete Apotheke für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Das Musterbeispiel für ein Handelshaus aus der Qing-Dynastie ist weiterhin in Betrieb, und MICE-Gruppen können selbst an der Beratung und Pulsmessung durch einen Arzt der TCM teilnehmen.

Vorankommen: Per Bus oder Taxi. Seit 2012 ist zudem eine von drei geplanten U-Bahnlinien in Betrieb.

 
 
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