Dossier Reisebranche (Teil 2)

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Mit dem DER unterwegs

Wenn Touristiker bei Touristikern drehen: Für eine Marketing-Kampagne bereiste das DER die Welt.

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von Oliver Graue, 02.09.2016, 16:18 Uhr
Urlauber und Model in einem.
Foto: DER Touristik

Es musste schnell gehen, sogar sehr schnell. „Am Mittwoch hatten wir über die Reiserouten entschieden“, erinnert sich Lars Bolle, Markenchef der DER Touristik, „und schon am Freitag starteten die Flieger.“ Dabei waren die Routen, welche die TV-Teams rund um die Welt bringen sollten, durchaus komplex. Von Frankfurt etwa führten sie über Tokio, Neuseeland, Kanada und Ägypten zurück nach Tirol. Dabei mussten die Termine in den einzelnen Ländern penibel eingehalten werden, und Sondergepäck gab es reichlich, von der TV-Kamera bis zur Drohne.

Auch Touristiker reisen – in diesem Fall sogar in doppelter Bedeutung. Die DER Touristik, die gemeinsam mit TUI und Thomas Cook zu den drei größten Reiseveranstaltern in Deutschland gehört, hatte ihre neueste Marketing-Kampagne unter das Motto „DER Urlaub“ gestellt. Insgesamt 18 kurze TV-Filme sollten dafür gedreht werden. Das Außergewöhnliche an der Kampagne: Als Hauptpersonen sollten die eigenen Mitarbeiter fungieren, also Menschen, die sonst eher für andere buchen. Diese sollten von den Produktionsteams des Touristikkonzerns in ihrem privaten Urlaub aufgesucht und dort gefilmt werden. Im Fernsehen und online sollten die Spots hinterher zu sehen sein.

Ziel der Aktion war es nicht ausschließlich, neue Kunden zu gewinnen. Auch sollte das Wir-Gefühl unter den 7000 Beschäftigten des in Köln und Frankfurt ansässigen Konzerns gestärkt werden. Hatte es in den vergangenen Jahren doch gleich mehrere Umstrukturierungen bei der Rewe-Tochter gebeben: Viele Unternehmensteile mussten neu zueinander finden und miteinander arbeiten und sprechen lernen. Nach außen hin hingegen sollten die Streifen Kompetenz vermitteln: „Nur wer selbst die Welt bereist hat, kann anderen verraten, wo das Paradies beginnt“, so die Botschaft. Und: „Anders als bei Online-Portalen, wo Algorithmen den passenden Flug mit dem freien Hotelzimmer verknüpfen, sind die Reisebüroprodukte von Menschen mit Erfahrung gemacht.“

Das Interesse der Reisebüro- und Reiseveranstalterbeschäftigten jedenfalls war groß: Innerhalb von zwei Wochen gingen mehr als 200 Bewerbungen ein. Zugleich stellte das DER gemeinsam mit der Kölner Produktionsfirma Rabbicorn zwei Teams zusammen, die aus jeweils 13 Personen bestanden, vom Regisseur über die Kameraleute bis hin zum Tontechniker. Sowohl fürs Buchen der Flüge und Hotels als auch für die 24-Stunden-Betreuung der beiden Mannschaften griff man auf eigene Ressourcen zurück: Wenn man schon über spezielle Entertainment-Buchungsteams verfügt, dann nutzt man sie natürlich erst recht für die Organisation der eigenen Reisen.

 
 
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