Dossier Sport-Veranstaltungen (Teil 4)

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Alle Flüge in die Golfstaaten

Die Fluggesellschaften aus den Golfstaaten haben den Wettbewerb stark angeheizt. Vorteil für Travel Manager: sie haben nicht nur die Wahl, sondern profitieren von günstigen Preisen und gutem Service.

von Oliver Graue, 11.05.2015, 09:00 Uhr
Der Oman etabliert sich immer stärker als Ziel für Meetings und Events.
Foto: FVA Oman

Kaum eine Region ist flugtechnisch so gut an Deutschland angebunden wie der Nahe Osten, oder genauer: die Staaten am Persischen Golf. Dass der Wettbewerb groß und die Ticketpreise vergleichsweise niedrig sind, liegt einzig und allein an einem Ziel, in dem sich die Emirate gegenseitig zu übertrumpfen scheinen: Wer verfügt über die größte und modernste Fluggesellschaft der Welt? Was etablierten Airlines wie Lufthansa, Air France, ihren asiatischen Konkurrenten und neuerdings verstärkt auch den US-amerikanischen Anbietern ein Dorn im Auge ist, lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Emirates, Etihad und Qatar. Alle drei Gesellschaften sind weltweit auf dem Vormarsch – und dies mit einem Geschäftsmodell, das den herkömmlichen Konzepten überlegen ist.

Gepunktet wird mit niedrigen Preisen, einer optimalen Flugplanung und einem guten Service. Hinzu kommt, dass die Emirate geografisch zwischen Europa und Asien bestens platziert sind, und sie mit modernen, großzügigen Flughäfen ohne Nachtflugverbote punkten.

Die deutschen Unternehmen freut’s: Sie können nicht nur zwischen den Golf-Airlines und Lufthansa wählen, wenn sie einen Nonstop-Flug buchen möchten. Akzeptieren sie für ihre Gechäftsreisenden einen Zwischenstopp, dann stößt mit Turkish Airlines die derzeit wohl am stärksten wachsende Fluggesellschaft noch hinzu. Ihr großer Vorteil: Sie startet ab inzwischen 14 Flughäfen in Deutschland, zuletzt kam Baden-Baden/Karlsruhe hinzu. Via Istanbul steuert Turkish Airlines praktisch alle Ziele in den arabischen Emiraten und Sultanaten an.

Foto: BizTravel

Weitere Airlines am Start

Und: Außer den drei bekannten Golf-Airlines kündigt auch Oman Air aus dem Sultanat Oman ein schnelleres Wachstum an. Konzernchef Paul Gregorowitsch, der zuletzt in der Führung von Air Berlin war, liebäugelt mit Düsseldorf als drittem deutschen Abflughafen neben Frankfurt und München. Anders als Emirates, Etihad und Qatar Airways unterliegt Oman Air keinen Beschränkungen bei der Zahl der deutschen Flughäfen: „Wir können so fliegen, wie wir wollen“, betont Gregorowitsch. Der Oman, der ganz besonders mit seiner Tradition punktet, etabliert sich mehr und mehr als Ziel für Meetings und Events.

Ergänzt werden das Nahost-Quartett, Turkish Airlines und Lufthansa durch vier weitere Gesellschaften: Gulf Air, die staatliche Fluggesellschaft des Emirats Bahrain und mit 65 Jahren eine der Seniorinnen unter den arabischen Airlines, fliegt die Hauptstadt Manama an – konzentriert sich aber sonst eher auf die Region. Saudia steuert ab Deutschland mit Riad und Dschidda gleich zwei Ziele im Königreich Saudi-Arabien direkt an, und Kuwait Airlines schließlich will ab Juli neben Frankfurt auch wieder München in ihren Flugplan nehmen.

Eine Besonderheit stellt Iraqi Airways dar: Ab Frankfurt und Düsseldorf startet die irakische Linie in die Kurdenhauptstadt Erbil. Im Vergleich zu Bagdad gilt die Stadt zwar als relativ sicher – nachdem IS-Raketen nahe des Flughafens einschlugen, haben Airlines wie Lufthansa den Verkehr jedoch unterbrochen. Erbil versucht, sich als eine Art kurdisches Dubai zu etablieren.

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